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Altenburg Dauerärgernis Stiftsgraben wird Fall für Altenburger Stadtrat
Region Altenburg Dauerärgernis Stiftsgraben wird Fall für Altenburger Stadtrat
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18:00 28.12.2016
Eng geht es zu am Stiftsgraben. Wann sich daran etwas ändert, ist derzeit noch ungewiss. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Es sind nur 50 Meter Straße. Doch die Strecke hat sich als Dauerärgernis scheinbar festgefahren. Das ganze Jahr über wird darüber schon verhandelt, und noch länger währt der Unmut bei Anwohnern und Autofahrern. Es geht um den Altenburger Stiftsgraben, der vielen Motorisierten als Zu- oder Durchfahrt dient. Weil die Stützmauer auf der Seite des Magdalenenstifts marode ist und zu hoher Belastung nicht mehr standhält, wird die Straße mit einbetonierten Warnbaken künstlich verengt. Auch der Straßenkörper selbst ist sanierungsbedürftig. Deshalb herrscht Einigkeit bei Stadt und Evangelisch-Lutherischem Magdalenenstift, dass Mauer und Straße gleichzeitig in Schuss gebracht werden. Doch wann? „Im Frühjahr wurde versprochen, dass es im November losgeht. Doch nichts passiert“, ärgert sich OVZ-Leser Matthias Püschel, der die Engstelle regelmäßig passieren muss. Gerade bei Gegenverkehr sei das Nadelöhr ein Problem. „Und im Dunkeln besteht die Gefahr, dass Autos gegen die Baken krachen.“

Immerhin: In puncto Kostenverteilung scheint es zwischen Stift und Stadt zu einer Einigung gekommen zu sein. Das Stift hat nach Auskunft seines Geschäftsführers Dirk Keiner bereits seit Längerem „eine Summe in der Rücklage“ – für die Naturstein-Mauer, die zum Grundstück des Magdalenenstifts gehört. Doch bei der Stadt, die für den Straßenbau zahlen soll, sind die Finanzen noch nicht in trockenen Tüchern. Es hängt am Etat für 2017.

„Wir haben Geld für den Stiftsgraben in den Haushalt eingestellt, doch der Haushalt ist in seiner aktuellen Fassung nicht ausgeglichen“, berichtet Bürgermeisterin Kristin Moos. Das heißt: Es steht im Moment noch zu viel auf der Ausgabenseite. Es ist mit Streichungen zu rechnen. Doch wo und wie, da hat der Stadtrat ein Wörtchen mitzureden. „Der Haushaltsentwurf wird den Stadtrat in einer seiner nächsten Sitzungen beschäftigen“, so Moos. Ob das Vorhaben Stiftsgraben im nächsten Jahr realisiert werden kann, steht deshalb noch nicht fest.

Für Dirk Keiner heißt es deshalb: abwarten. Ein baldiger Baustart sei sehr in seinem Sinne, sagte er. Matthias Püschel ist da ganz seiner Meinung. Er hatte gehofft, das Ärgernis nicht ins neue Jahr mitnehmen zu müssen.

Von Kay Würker und Mathias Schönknecht

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