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Deich- und Muldenbau in Treben wird 300.000 Euro teurer

Hochwasserschutz Deich- und Muldenbau in Treben wird 300.000 Euro teurer

Der Bau der Mulden und zweier Deiche, die zur jüngsten Hochwasserschutzmaßnahme in Treben gehören, wird um 300.000 Euro teurer. Grund dafür ist eine fehlerhafte Berechnung. Da die Kommune mit einem Eigenanteil von 30 Prozent an den Kosten beteiligt ist, musste der Gemeinderat jetzt einen Nachtragshaushalt beschließen. Um die Mehrkosten finanzieren zu können, ist die Kommune gezwungen, einen weiteren Kredit aufzunehmen.

Für den Ortsteil Plottendorf ist ein eigener Schutzdeich entstanden.
 

Quelle: Mario Jahn

Treben. Kalt getroffen haben die Gemeinde Treben die Mehrkosten von 300 000 Euro für die jüngste Hochwasserschutzmaßnahmen am Mühlgraben. Zu Tage getreten ist die Abweichung bei der Erstellung der Schlussrechnung. „Damit kostet das gesamte Projekt, in dem auch der Anteil des Landkreises für Straßenbau und Brücke enthalten ist, letztlich doch wieder fast 2,2 Millionen Euro. Das war die erste Summe, die für das Vorhaben zu Buche stand“, ist Trebens Bürgermeister Klaus Hermann (CDU) sauer.

Entstanden seien die Mehrkosten durch Fehler bei der Berechnung der Kosten für die Erdarbeiten an den beiden Mulden und den beiden Deichen, versucht er die Gründe zu erläutern. Es sei auf der doppelten Fläche Erde bewegt worden, als zunächst in die Rechnung einfloss. Die Zeichnung sei allerdings richtig gewesen, sagte der Bürgermeister auf Nachfrage. Weil die Gemeinde mit 30 Prozent an den Kosten für die Hochwasserschutzprojekte beteiligt ist, müssen nun zusätzliche 90 000 Euro her. Die hat die Kommune allerdings nicht mal so in der Portokasse.

Mit dieser Hiobsbotschaft musste Hermann kürzlich seine Gemeinderäte konfrontieren, die davon ebenso wenig erbaut waren, wie er selbst. Wegen dieser Mehrkosten braucht Treben nämlich einen Nachtragshaushalt. Denn um die zusätzlichen Kosten finanzieren zu können, muss ein weiterer Kredit aufgenommen werden. Zur Finanzierung des Eigenanteils der Maßnahme, die nicht das einzige Vorhaben im Ort war, hatte die Gemeinde bereits zu Beginn des Jahres ein Darlehen von 150 000 Euro aufnehmen müssen. „Die Rückzahlung soll in den nächsten fünf Jahren erfolgen“, sagte Rita Richter, Kämmerin der VG Pleißenaue. Sie plädiere auch bei der zweiten Summe für eine kurze Zeitschiene.

Weil bei der Erstellung des Nachtragshaushaltes alle anderen Veränderungen wie zum Beispiel Mieteinnahmen, höhere Kosten für den Winterdienst oder die Beseitigung von Hochwasserschäden ebenfalls eingearbeitet wurden, muss die Gemeinde Treben einen Kredit in Höhe von insgesamt 107 000 Euro aufnehmen. „Wir haben zwar für die Mehrkosten die anteiligen Fördermittel beantragt, doch bis die genehmigt sind, müssen wir erst einmal in Vorleistung gehen“, so der Bürgermeister. Einschließlich der Mehrkosten kommen unter dem Strich für den Mulden- und Deichbau rund 1,1 Millionen Euro zusammen. Der Eigenanteil der Kommune liegt damit bei rund 338 000 Euro.

Auf diese Hochwasserschutzmaßnahme im Süden des Ortes musste Treben nach dem Hochwasser von 2002 ganze 13 Jahre warten. Mehrfach war neu geplant worden. Zuletzt flossen die Erkenntnisse aus dem Hochwasser 2013 ein. Die Forderungen, die danach von den zuständigen Behörden aufgemacht wurden, haben zur Optimierung des Schutzes von Treben und Plottendorf beigetragen. So ist beispielsweise für Plottendorf ein zusätzlicher Deich gebaut worden, der den Ortsteil für neuerlichen Überflutungen besser schützen soll.

Von Marlies Neumann

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