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Altenburg Denkmaltag lockt zahlreiche Besucher nach Altenburg
Region Altenburg Denkmaltag lockt zahlreiche Besucher nach Altenburg
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00:21 14.09.2017
Den luftigen Ausblick von der Altenburger Bartholomäikirche genossen zum Denkmaltag zahlreiche Besucher. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Zig Schaulustige, klickende Kameras, neugierige Blicke: Der Tag des offenen Denkmals hat am Sonntag Hunderte in Bewegung und Staunen versetzt.

Etwa in der Altenburger Brunnenstraße. Wo sonst die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs ihrer Tätigkeit nachgehen, zog es zahlreiche Besucher auf das Gelände. Interessiert nahmen sie die dort präsentierten Figuren des ehemaligen Herzog-Ernst-Denkmals in Augenschein, ließen sich vom Experten Gustav Wolf die bewegte Geschichte der tonnenschweren Kunstwerke aus Muschelkalksandstein erläutern. Immerhin 68 Jahre waren die fünf Darstellungen von Kunst, Wissenschaft, Krieg, Frieden und Landwirtschaft verschwunden gewesen und erst vor Kurzem bei Arbeiten in der Erich-Mäder-Straße wieder ans Tageslicht gekommen. Neugierig war auch Maria Sebastian. „Ich habe in der Zeitung von dem Fund gelesen und wollte mir das mal aus der Nähe betrachten“, erklärte die 27-jährige Altenburgerin. Gerade für die an historischen Schätzen reiche Skatstadt sei solch ein Fund ein weiteres Highlight – „auch wenn die Figuren kleiner sind als gedacht“, schob sie schmunzelnd hinterher.

Großer Andrang herrschte auch in den Gebäuden des Residenzschlosses. Dorthin hatte es Gisela und Bernd Muchow aus Lehndorf verschlagen. Seit 20 Jahren lebt das Paar im Altenburger Land, seit 18 sind sie zum Denkmaltag in der Region und darüber hinaus unterwegs, stets auf der Suche nach neuen Eindrücken. Entsprechend hatte es die beiden am Sonntag in die Junkerei verschlagen, wo sie sich in der dortigen Fotoausstellung über den inzwischen 30 Jahre zurückliegenden Brand des Gemäuers informierten. „Die Schau ist sehr gut gelungen“, so das Fazit von Gisela Muchow. „Ich finde es ohnehin wichtig, dass solche Ereignisse auch für die Nachwelt erhalten und erfassbar bleiben.“

Außergewöhnliche Perspektiven waren es hingegen, die Robert Puder nach Altenburg gezogen hatte – und in luftige Höhe. Auf dem Turm der Bartholomäikirche ließ er gemeinsam mit Freundin und Sohn den Blick über die Dächer schweifen – und genoss ganz nebenbei noch ein Stück Kuchen aus dem eigens zum Denkmaltag in der historischen Türmerwohnung eingerichteten Pop-up-Café. „Die Wohnung habe ich mir bereits vor 15 Jahren schon einmal angeschaut, jetzt wollte ich sehen, wie sie sich über die Jahre entwickelt hat“, erläuterte der Frohburger, den insbesondere die Architektur der Skatstadt reizt. Die Möglichkeit zum Kuchenschmaus mit Panoramablick nahm er da dankend an. „Auch wenn es wenige Sitzplätze gibt“, wie er augenzwinkernd bemerkte.

Großes Erstaunen herrschte auch im Haus Johannisgraben 3a. Das vom Chemnitzer Verein „New Generation“ in den vergangenen zwei Jahren umfassend sanierte Gebäude hatte es Hansgeorg Fleischer angetan. Insbesondere die Farbgestaltung im – nach Willen der Eigentümer - künftig für Kulturveranstaltungen zu nutzenden Saal im Obergeschoss hatte es dem 72-Jährigen angetan. „Solche Farbgebungen habe ich bisher noch nirgends gesehen, ein echtes Glanzstück“, ließ er beim Blick auf die kontrastreiche Schwarz-Weiß-Gestaltung der Räumlichkeiten wissen. Schade sei lediglich, dass sich das Nebengebäude noch in schlechtem Zustand befände. Hier bleibe zu hoffen, dass der Eigentümer irgendwann ebenfalls aktiv werde.

Von Bastian Fischer

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