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Deponie-Sanierung in Wintersdorf wird 1,9 Millionen Euro teurer

Kostensteigerung Deponie-Sanierung in Wintersdorf wird 1,9 Millionen Euro teurer

Nach einem guten Jahr Pause gehen die Sanierungsarbeiten auf der Schadstoffdeponie Wintersdorf jetzt weiter. Weil in tieferen Bereichen, also im Kontaktbereich des ansteigenden Grundwassers, weitere 130 000 Kubikmeter Giftmüll entdeckt wurden, steigen die Kosten des Projektes von 5,4 Millionen Euro auf 7,3 Millionen Euro an.

Neben der Müllumlagerung geht auch die Abdeckung des Deponiekörpers weiter.

Quelle: Mario Jahn

Meuselwitz. Auf der ehemaligen Sonderabfalldeponie des Bezirkes Leipzig in Wintersdorf sind nach einem guten Jahr Pause wieder Bagger und LKW in Aktion. Grünes Licht dafür hatte es Anfang November vom Landesverwaltungsamt gegeben. Nun wird gleichzeitig an der bereits begonnenen Abdeckung der umgelagerten Müllmassen sowie an der Umlagerung des zusätzlichen Sonderabfalls, der in acht Metern Tiefe unerwartet entdeckt wurde, gearbeitet. Das war auf OVZ-Nachfrage in der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) zu erfahren.

Für die Zwangspause auf der Deponie hatte es gleich zwei Gründe gegeben: Da war die vom Thüringer Umweltministerium zur Abdeckung des umgelagerten Sondermülls als ungeeignet abgelehnte Zinkwälzschlacke. Hinzu kamen die fünf Meter tiefer als angenommen entdeckten, nicht unerheblichen Müllmassen (die OVZ berichtete). „Dabei geht es um rund 130 000 Kubikmeter Sondermüll. Das ist die gleiche Menge, die bereits umgelagert wurde“, nannte Marcus Waclawczyk, Projektleiter der LEG, erstmals eine konkret Zahl. Die Umlagerung dieser zusätzlichen Stoffe, die so tief liegen, dass sie das Grundwasser gefährden könnten, lässt die bisher veranschlagten Kosten für die Sanierung des Geländes von 5,4 Millionen Euro auf voraussichtlich 7,3 Millionen Euro steigen.

Für die Thüringer Sonderabfalldeponiegesellschaft (TSD), die Eigentümer der Deponie ist, und die LEG kam der Fund des zusätzlichen Giftmülls wohl eher überraschend. „Zum Teil war gar nicht dokumentiert, dass an den Fundstellen Müll abgelagert war“, so der Projektleiter. Das lässt vermuten, dass der zu DDR-Zeiten illegal abgekippt worden war.

Auf den acht Meter tief liegenden Müll war man erst aufmerksam geworden, als ein Baggerfahrer bei Profilierungsarbeiten auf Sachen stieß, die laut Waclawczyk, „verdächtig“ waren. Um sicher zu gehen, folgten weitere Untersuchungen in Form von 30 Bohrungen. Und die bestätigen den Verdacht, dass größere Mengen Sondermüll im Kontaktbereich des ansteigenden Grundwassers abgelagert sind. Wenn es keine weiteren unliebsamen Überraschungen gibt, sieht die Planung vor, die Umlagerung bis Juni kommenden Jahres abzuschließen.

Die Laster, die im Augenblick durch Wintersdorf rollen, transportieren die Elektroofenschlacke, die der Baubetrieb als Ersatz für die ausgemusterte Zinkwälzschlacke als eine der Abdeckschichten verwendet. „Wenn die Umlagerung des zusätzlichen Mülls erfolgt ist, rollen im Juli und August 2017 die LKW mit den Abdeckmassen zur Deponie“, so der zuständige Projektleiter.

Insgesamt sind rund 300 000 Tonnen Erde, Kies und andere Stoffe für die Abdeckung des Deponiekörpers zu transportieren. Im September 2017 soll die erste Phase der Abdeckung fertig sein. Danach ist eine Winterpause bis März 2018 vorgesehen. Bis zum Juni, so der Plan, soll die Abdeckung dann komplett sein. Auch dann rollen noch mal die Laster. „Die beladenen Fahrzeuge nehmen die Strecke durch Wintersdorf und die leeren Laster fahren auf der ertüchtigten LPG-Straße zurück“, so der Projektleiter. Die leeren LKW würden nämlich mehr Lärm verursachen als die vollen.

Von Marlies Neumann

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