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20:20 11.11.2013
Der Preis ohne Preisträger. Quelle: Mario Jahn

Im zehnten Jahr seines Bestehens gehörte am Freitag dazu auch die traditionelle Verleihung des Prinzenraub-Preises an einen Menschen, der sich besonders um das Projekt verdient gemacht hat. Nur leider war die mit dem beeindruckenden Ritterhelm zu ehrende, langjährige Vereinschefin Birgit Klaubert terminlich verhindert.

Erstmals in der achtjährigen Geschichte des Vergabe fehlte der Preisträger. Birgit Klaubert ließ sich durch ihre Tochter Jana vertreten. Ein wichtiger unaufschiebbarer Termin in Berlin zum Thema Kultur sei der Grund, so die Linken-Politikerin. "Ich bin aber im Herzen bei Euch", ließ Klaubert ausrichten. Sie, die erst im Januar dieses Jahres aus zeitlichen Gründen ihr Amt an Eva-Maria Opitz weitergab, ist in der Reihe der bisherigen Preisträger - Petra Haase, Uwe Eickemeier, Reinhard Grampp, Claus Katzenberger, Claus Jäger sen., Marian Riedel und Joachim Neuhaus - zugleich die letzte Geehrte.

"In dieser Form wird es in Zukunft diesen Preis nicht mehr geben", kündigte Vereinschefin Eva-Maria Opitz gegenüber der OVZ an. Zu diesem im Vorstand getroffenen Beschluss gab es mehrere Gründe. Zum einen sei es eine Frage der Finanzen, da allein die Anfertigung des Preises sehr teuer sei. Zum anderen sei der bislang verliehene Ritterhelm nicht mehr zeitgemäß. "Er stand symbolisch für ein großes Engagement für Prinzenraub-Festspiele, die es bekanntlich nicht mehr gibt. Also passt der Preis nicht mehr", erklärte Opitz. Im Verein werde man sich aber Gedanken machen, ob und in welcher Form man die Preisvergabe ab 2014 weiterführt. Dass nun ausgerechnet die letzte Preisträgerin und mit ihr eine der Initiatoren der Festspiele die Auszeichnung nicht persönlich entgegennahm, stieß manchem Vereinsmitglied ziemlich sauer auf.

Denn der derzeit 130 Mitglieder zählende und damit um 50 Personen geschrumpfte Verein will trotz allem weitermachen. So ist die Fortführung der Mitspielerakademie dank Sponsoren auch im kommenden Jahr gesichert, konnte Susanne Stützner, Chefin des städtischen Kulturmanagements, mitteilen. In der Akademie sollen sich unter professioneller Anleitung Mitspieler weiter schauspielerisch betätigen und diverse Höhepunkte der Stadt mitgestalten. In diesem Jahr wurde beispielsweise das lebende Skatbild zum 200-jährigen Skatjubiläum aus der Taufe gehoben. "Kommendes Jahr feiern wir 450 Jahre Altenburger Rathaus", kündigte Stützner an.

Auch der Verein selber will Akzente setzen: Das Projekt "Prinzenraub on Tour" habe sich zu einem richtigen Selbstläufer entwickelt und werde stark gebucht, konnte Vereinschefin Opitz mitteilen. "Auch für kommendes Jahr haben wir zahlreiche Termine."

Und das von Mitspielern unter dem Dach des Vereines einstudierte Stück "Kaufungens Fehde" werde nach der Premiere und einzigen Vorstellung in diesem Sommer 2014 ebenfalls wieder aufleben. "Wir planen damit ein ganzes Festwochenende mit mehreren Aufführungen vom 10. bis 13. Juli zu gestalten", so Opitz. Aufführungsort soll das Schloss sein, über den genauen Ort laufen derzeit noch die Gespräche. Nach OVZ-Informationen ist wohl der Bereich im Schlosshof angedacht, wo sich zu Festspielzeiten die Gastwirtschaft "Zum Henker" befand.

Jörg Wolf

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