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Altenburg Der Haselmaus auf der Spur
Region Altenburg Der Haselmaus auf der Spur
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11:19 09.09.2011
Nur daumengroß und sehr scheu: Mit der neuen Nussjagd-Aktion wollen die Naturschützer mehr über die einheimische Haselmaus erfahren.

"Aber klar! Das sind Nussjäger. Die suchen Haselmaus-Nachweise", erklärt Franziska Hermsdorf, die "Schlaumaus" aus dem Naturkundlichen Museum Mauritianum in Altenburg. Bereits zum dritten Mal startet in diesen Tagen die "Große Nussjagd in Thüringen". In den vergangenen Jahren haben viele fleißige Sammler über 10 000 Haselnüsse mit Bissspuren gesucht und mitgeholfen, die Vorkommen der Haselmaus in Thüringen zu entdecken, informierte der Nabu in einer Pressemitteilung.

"Mitmachen können alle, die sich bücken können. Besonders interessant sind für uns angeknabberte Haselnüsse. Anhand der Spuren an den Schalen können wir erkennen, ob Haselmäuse, Eichhörnchen, Mäuse, Vögel oder andere Tiere am Werk waren", erläutert die Expertin.

Die Erstbestimmung der Fraßspuren ist kinderleicht und kann mithilfe des Aktions-Faltblattes von jedem durchgeführt werden. Die schwierigen oder haselmausverdächtigen Fälle können an das Mauritianum geschickt werden, wo sie nachbestimmt werden.

Die besten Chancen für eine erfolgreiche Nussjagd bieten dichte Feldhecken und Wälder mit dichter Strauchschicht, heißt es in der Presseinformation. Hier finde die Haselmaus neben Haselnüssen Knospen, Früchte und Beeren zum Fressen und reichlich Versteckmöglichkeiten, um die Tage zu verschlafen. Da die Haselmaus nur so groß wie der Daumen eines Erwachsenen, dämmerungs- und nachtaktiv sei und zudem eine versteckte Lebensweise in undurchdringlichem Gebüsch führe, ist sie schwer zu beobachten und ihr Verbreitungsgebiet daher wenig erforscht.

Ihr Vorkommensgebiet reicht von Moskau bis zur Westküste Frankreichs und vom Mittelmeer bis Südschweden, doch dazwischen gibt es viele Lücken. Deshalb möchte der Nabu viele große und kleine Haselmaus-Freunde zum Mitforschen bewegen. "Nur wenn wir genau wissen, wo sich der kleine Nager aufhält, können wir ihn auch schützen. Mittlerweile haben wir schon fast 1000 Sträucher und Bäume gepflanzt sowie mehr als 200 Nisthilfen aufgehängt", so Franziska Hermsdorf.

Das Faltblatt mit Bestimmungshilfe kann über den Nabu Thüringen, Leutra 15, 07751 Jena, % 03641 605704, bezogen werden. Weitere Informationen unter www.NABU-Thueringen.de und unter www.Nussjagd-Thueringen.de

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