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Der Kaiser kommt doch nicht ltenburger Stadtverwaltung streicht klammheimlich Fest rund um die Roten Spitzen

Der Kaiser kommt doch nicht ltenburger Stadtverwaltung streicht klammheimlich Fest rund um die Roten Spitzen

Schon wieder hat die Skatstadt ein groß angekündigtes Highlight aus ihrem Veranstaltungskalender gestrichen. So wird es am letzten August-Wochenende nun doch kein Fest zum Weihe-Jubiläum der Roten Spitzen geben.

Altenburg. Von Ellen Paul

Die Journalisten auf der donnerstäglichen Pressekonferenz der Stadtverwaltung sind zunächst verwirrt und irritiert. Denn alle haben noch die Ankündigung vom April dieses Jahres im Ohr, wonach mit der Bevölkerung Ende August zünftig gefeiert werden soll. Auch ziert die Einladung zur gestrigen Presserunde als Hauptthema die Information zum "Veranstaltungswochenende zur 840. Wiederkehr der Weihe der Roten Spitzen am 25. und 26. August". Doch das Fazit von wortreichen Erklärungen durch Bürgermeisterin Kristin Knitt und die Mitarbeiterin des städtischen Kulturmanagements, Heike Schramm, sowie einer vierseitigen Pressemitteilung ist ernüchternd: In einer Festsitzung am 26. August soll die Bedeutung der Roten Spitzen gewürdigt und der Stand der wissenschaftlichen Forschung sowie neue, durchaus spektakuläre Erkenntnisse von Weltrang der Fachwelt und der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Renommierte Wissenschaftler, unter anderem die Mitglieder des Kuratoriums der Altenburger Barbarossa-Festspiele, referieren zu interessanten Themen, wie der Bedeutung des Reichslandes Pleißen mit Altenburg als Verwaltungszentrum.

Kein Wort zu einem Fest. Keine Begründung dieser massiven Änderung ursprünglicher Planungen. Denn vor nicht einmal einem halben Jahr ist vollmundig das Altenburger Barbarossa-Jahr unter dem Motto "Der Kaiser kommt" angekündigt worden. Die wichtigste Aktion daraus, so hieß es im April, sei das Fest zur 840. Wiederkehr der Weihe der Roten Spitzen. Das letzte August-Wochenende halte neben mittelalterlichem Treiben, Musik, Spiel und Kurzweil am Kleinen Teich und rund um den Kunstturm sowie Konzert, Kolloquium, Festsitzung und Massenchor-Singen mit einem "Chor der 840" vor allem eines bereit: Die Roten Spitzen werden nach über 40 Jahren mit den ersten Führungen wieder für Besucher geöffnet.

Und genau hier scheint der Hase im Pfeffer zu liegen. Denn wie der auch für das Wahrzeichen der Skatstadt zuständige Verwaltungschef des Residenzschlosses, Thomas Knechtel, gestern bekennt, ist der geplante Rundweg durch den berühmten Kirchenbau nicht fertig. Es sei alles noch im Werden, sodass leider nur die Mitglieder des Kuratoriums und die Teilnehmer der Festsetzung an einer Führung teilhaben könnten. "Ab Frühjahr 2013 sind die Roten Spitzen dann für die Öffentlichkeit zugänglich", so Knechtel.

Doch dies scheint nicht der einzige Grund für den Fest-Verzicht zu sein. Erst auf hartnäckiges, wiederholtes Nachfragen erklärt die Bürgermeisterin: "Personell ist es momentan nicht möglich, das Fest, so wie ursprünglich angekündigt, umzusetzen." Ob auch finanzielle Probleme eine Rolle spielen, konnte sie nicht sagen. Die zuständigen Mitarbeiter des Kulturreferats seien derzeit leider nicht erreichbar. Und Heike Schramm erklärte: "Es ist dem Bürger schwer vermittelbar, 2012 ein solches Fest an den Roten Spitzen zu machen, wenn es nun 2013 doch noch keine Barbarossa-Festspiele gibt."

Als Trostpflaster wird interessierten Altenburgern angeboten, sich für die Teilnahme an der Festsitzung anzumelden. Es liegen zwar schon über 100 Anmeldungen aus ganz Deutschland vor, doch der Bachsaal hat eine Kapazität von 180 Plätzen. Die Veranstaltung beginnt am 26. August um 10 Uhr.

-Kommentar

 

Anfragen zur kostenlosen Teilnahme können noch beim Kulturmanagement (% 03447 890739 oder per E-Mail unter marketing@stadt-altenburg.de) gestellt werden.

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