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Altenburg Der Name ist Programm - Leipziger Band bietet lauter Delikatessen
Region Altenburg Der Name ist Programm - Leipziger Band bietet lauter Delikatessen
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00:31 24.08.2015
Inzwischen eine Kultstätte im Reigen des Altenburger Musikfestivals - das Areal vor dem Rittergut in Treben. Quelle: Mario Jahn
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Dieses ist nicht nur jazzinteressiert, sondern auch jazzorientiert. Das ist Beweis dafür, dass sich hierfür ein Wandel vollzogen hat, der von den Verantwortlichen immer gewollt war.

Swing war vorgestern angesagt für Treben. Dafür ist das Interesse im allgemeinen groß. Die Gruppe "Swing Delikatessen" aus Leipzig war angereist, um das Interesse zu befriedigen. Nomen est omen. Jeder Titel im Programm der sechköpfigen Band war eine Delikatesse, ein musikalischer Leckerbissen, geschmackvoll dargeboten. Swingmusik kann auch profan daherkommen. Das Konzert dieser Gruppe aber war umgeben mit einer Noblesse, die einer selbstbewussten Verpflichtung gegenüber dem Publikum und einer technischen Perfektion erster Güte jedes der sechs Mitglieder entsprang. Das war angenehm zu empfinden. Und dass alles ohne Anmache des Publikums.

Das musikalische Angebot reichte von den 20er-Jahren bis zu gegenwärtigen Liedern und brachte eher Unbekanntes denn die sattsam bekannten Hits. Natürlich, man kennt schon "Sweet Georgia Brown" und das witzige Duett "Baby, it's cold outside", auch das langsame "I'm getting sentimental over you" und das "Nur nicht aus Liebe weinen". Die Sängerin unterbrach den Swingreigen mit zwei eher intimen, deutsch gesungenen und großartig interpretierten Liedern: "Es ist ganz gleich, wen wir lieben" und "Ich weiß nicht, wem ich gehöre".

Manches war musikalisch verfremdet. Aber das Publikum spürte ganz genau, wie es wann mit Beifall zu reagieren hat. Das brachte echte Jazz-Atmosphäre.

Die Band ist exakt strukturiert: zwei Instrumentalisten - Florian Kästner (Klavier) und Ludwig Kociok (Posaune) -, wobei der hervorragende Pianist am meisten zu schaffen hat, eine groovende Rhythmusgruppe mit Eva Klesse am Schlagzeug und Daniel Vargas am Kontrabass und zwei mit unterschiedlichen Charismen ausgestattete Sänger: Laura Hempel und Arnfried Auge. Wobei die Sängerin mit einem umwerfenden Charme ihre kurzen Wortbeiträge servierte und der Sänger mit Steppeinlagen glänzte.

Der Wechsel zwischen reinen Instrumentalstücken als Trio, mit Titeln solo gesungen oder als Duo in "großer Besetzung" zu sechst gab dem ganzen Programm Abwechslung und Spannung. Das Publikum bedankte sich mit viel Beifall.

Dieser Beifall gebührt auch den drei einheimischen Vereinen, die erneut für eine perfekte Organisation und gastronomische Betreuung sorgten, die kaum Wünsche offenließ. Selbst dann, als zur Halbzeit eigentlich alle Flaschen geleert beziehungsweise ausgeschenkt waren und das Essen komplett vertilgt. Zum Glück hatte man in der benachbarten Mälzerei noch Reserven, die man anzapfen konnte. Hinzu kam ein fast makelloses Sommerwetter, das nun hoffentlich Schluss macht mit den Trebener Wetterkapriolen der vergangenen Jahre.

Manfred Hainich, Ellen Paul

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