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Altenburg Der Wolf heult noch nicht im Altenburger Land – nur ein Tier in Thüringen
Region Altenburg Der Wolf heult noch nicht im Altenburger Land – nur ein Tier in Thüringen
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00:18 21.11.2016
Das ist der bislang einzige in Thüringen lebende Wolf, sein Revier befindet sich unweit eines Truppenübungsplatzes bei Ohrdruf. Quelle: Nabu
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Altenburg/Schmölln

In Deutschland vergeht kein Tag, an dem vor allem via Facebook tote Nutztiere beklagt werden, die angeblich oder tatsächlich von Wölfen gerissen wurden. Das Altenburger Land ist bislang davon verschont geblieben, obwohl es hier etliche Menschen gibt, denen der Isegrim ein Dorn im Auge ist.

Auch in Thüringen hält sich die Zahl der von Wölfen getöteten Schafe oder Ziegen in engen Grenzen. Das zumindest behauptet Uwe Müller von der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie. Er ist im Freistaat offiziell für die Begutachtung von gerissenen Tieren zuständig.

Das dies nur ganz wenige sind, dafür gibt es einen simplen Grund. In Thüringen gibt es im Moment nur einen einzigen Wolf. Ein letzter fotografischer Beleg für das weibliche Tier stammt vom 20. August 2016, die letzte aufgesammelte Losung vom 17. September. Thüringen gilt damit wieder als Wolfsland, kann mit den richtigen Wolf-Regionen jedoch nicht mithalten. In Deutschland leben derzeit schätzungsweise 45 Rudel, weitere 15 Paare und vier standortnahe Einzeltiere, darunter das von Ohrdruf.

Die meisten Wölfe gibt es in Sachsen, Brandenburg, Mecklenburg und Niedersachsen. Sie ziehen von der Lausitz aus meist in nordwestlicher Richtung, erklärte der Thüringer Rissbeauftragte kürzlich bei einem Forum in Schmölln. Damit wäre es auch äußerst selten, dass ein Wolf, von Sachsen kommend, durch das Altenburger Land zieht. „Thüringen ist kein Durchzugsgebiet“, sagte Müller.

Dennoch sind auch ihm gerissene Tiere bekannt, für die der Wolf von Ohrdruf infrage kommt. Fest steht dies zum Beispiel bei zwei am 13. Juli 2015 getöteten Schafen bei Gossel. „Das war unsere Wölfin“, sagte Müller. Nicht auszuschließen ist, dass auch ein totes Kalb am 26. Mai 2015 bei Leimbach von ihm gerissen wurde. Ansonsten ist sich der Experte sicher, dass für andere gerissene Nutztiere nicht ein Wolf verantwortlich ist. Meist seien es verwilderte Hunde, die zum Beispiel bei den sieben getöteten und fünf verletzten Merinoschafe am 25. Mai 2015 bei Schwabhausen zugeschlagen haben.

In Zukunft soll das Netzwerk für die Dokumentation für Wölfe in Thüringen noch enger gestrickt werden.

Von Jens Rosenkranz

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