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Altenburg Der langjährige Orchesterleiter Hans Taube ist verstorben
Region Altenburg Der langjährige Orchesterleiter Hans Taube ist verstorben
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18:54 05.12.2018
So kennt man ihn: Hans Taube, den langjährigen Leiter des Jugendblasorchesters. Am 1. Dezember ist er verstorben. Quelle: Mario Jahn
Lucka

„Ich bin nicht der Quermann, sondern der Sohn von Hermann.“ Dieser Satz ist nahezu legendär. Unzählige Male hat Hans Taube ihn von der Bühne gerufen, wenn er sich nach einem Auftritt verabschiedete. Nun hat der 72-Jährige ein letztes Mal Abschied genommen. Wie jetzt bekannt wurde, ist Hans Taube, der weithin bekannte Orchesterleiter und Ehrenbürger der Stadt Lucka, am 1. Dezember verstorben.

Die Musik und das Jugendblasorchester Lucka waren über Jahrzehnte hinweg sein Lebenselixier. Schon als Dreijähriger nahm ihn sein Vater Ludwig Hermann Taube mit zum Musizieren. Als Zwölfjähriger lernte er Trompete spielen, mit 14 gehörte er zu den ersten Mitgliedern einer Bläsergruppe, die sein Vater gegründet hatte und die sich zum heute weit über die Grenzen Thüringens hinaus bekannten Jugendblasorchester (JBO) Lucka entwickelte. Auch beruflich trat Hans Taube in die Fußstapfen des Vaters, wurde Musiklehrer. Natürlich in Lucka – jener Stadt, der er nie den Rücken kehrte.

2010 wurde Hans Taube Ehrenbürger

„Mit seinem Tod verlieren wir einen unermüdlichen Akteur mit überdurchschnittlich und beispiellos hoher Einsatzbereitschaft, mit Ideenreichtum und Tatkraft im Ehrenamt zum Wohle unserer Stadt“, sagte Luckas Bürgermeisterin Kathrin Backmann-Eichhorn. „Sein Lebensmotto war nicht zu fragen, was meine Stadt für mich tut, sondern was kann ich für meine Stadt tun.“ 2010 ist er zum Ehrenbürger der Stadt ernannt worden.

Hans Taube war einige Jahre auch als Kommunalpolitiker aktiv, hob zudem Anfang der 1980er-Jahre den Karneval in der Region mit aus der Taufe. Am bekanntesten ist er jedoch als Leiter des Jugendblasorchesters Lucka, dem er mehr als 30 Jahre vorstand. „Mit seinem Lebenswerk wird er, wie auch schon sein Vater, in die Geschichte unserer Stadt eingehen. Er hat Nachwuchs gefördert, Kindern eine sinnvolle Freizeitgestaltung gegeben und Lucka über die Stadtgrenze und Landesgrenze hinaus bekannt gemacht“, honorierte Kathrin Backmann-Eichhorn. „Wir gedenken ihm in tiefer Trauer und größter Dankbarkeit.

Von OVZ

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