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Altenburg Destille Altenburg setzt auf Qualität und kleine Serien und stellt sanierte Lagerscheune vor
Region Altenburg Destille Altenburg setzt auf Qualität und kleine Serien und stellt sanierte Lagerscheune vor
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00:21 27.10.2017
Aus einer verkommenen Bruchbude wurde ein schmuckes Lagerhaus für Fässer. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Verstaubt und klebrig. Auf diese unschönen Attribute kamen die Marketingchefs der Altenburger Destillerie- und Liqueurfabrik, als man das Image der traditionellen Produkte erkundete. Davon will das Unternehmen weg, es möchte moderner, innovativer und qualitätsorientierter werden. Das frischere Design einiger Flaschen und neue Produkte – wie der bereits Goldmedaillen-prämierte Orangen-Likör oder die Gin-Serie – zeugen davon. Bald soll der erste Wodka-Energie-Drink in einer Dose auf den Markt kommen.

Diese geänderte Firmen-Strategie stellte am Montag Geschäftsführer Michael Schenk vor der Presse vor. Ihm gehört das Unternehmen seit April 2016. Gleichzeitig präsentierte er die erste sanierte Lager-Scheune, in der schon seit Monaten die neuen Whisky-Sorten reifen. Sind auch die anderen angrenzenden Räume erneuert, kann die Destille bis zu 500 Fässer mit den edlen Stoffen lagern.

Die Holz-Behältnisse kommen aus Schottland, Frankreich, den USA und anderen Ländern und sind für den Reifeprozess des Hochprozentigen unabdingbar, verpassen dem Whisky seine eigene Note. Fortan soll es möglich sein, dass, wer will, sogar sein eigenes Whisky-Fass kaufen kann. Ein Kunde aus Leipzig habe das bereits getan, hieß es. Mit dem nur in 1000 Flaschen aufgelegten „Red Peak’s“, also den Roten Spitzen, der in kurzer Zeit vergriffen war, zeigte die Destille, wohin die Reise gehen soll. Qualitativ hochwertige Nischenprodukte in kleinen Serien.

Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) bescheinigte dem Unternehmen am Montag seit dem Übergang an den neuen Besitzer eine bemerkenswerte Entwicklung. Die angestrebte Herstellung hochwertiger limitierter Whisky-Sorten bezeichnete er als eine Chance für Altenburg, nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht, sondern wegen der einzigartigen kulinarischen Köstlichkeiten auch für die touristische Vermarktung.

Bei der angestrebten Firmenerweiterung am Anger übt sich der Betrieb allerdings noch in Geduld. Erst in etwa einem halben Jahr stehe fest, ob sie passiert und ab wann, sagte Schenk der OVZ auf eine Anfrage. Angesichts der mehrere Millionen Euro großen Investition sei es auch nicht ausgeschlossen, dass man sich davon verabschieden müsse, wenn sie wirtschaftlich nicht vertretbar erscheine. Bislang habe die Firma unter seiner Regie in neue Produkte und das Lagerhaus 750 000 Euro investiert, sagte Schenk.

Das Unternehmen stellt 140 Sorten Spirituosen her und füllt insgesamt 30 Millionen Flaschen pro Jahr ab. Dazu werden 200 Mitarbeiter beschäftigt – davon 60 in Altenburg, die übrigen unter anderem an Standorten in der Schweiz und in Polen.

Anfang Dezember will die Destillerie- und Liqueurfabrik auch ihren ersten Laden in der Baderei in Altenburg eröffnen. Natürlich gibt es dort die eigenen Spitzenprodukte, aber auch Spezialitäten aus Spanien und Italien. Der Arbeitstitel des Geschäftes im ehemaligen Drogenhaus lautet: „Tante Annas Lädchen“.

Von Jens Rosenkranz

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