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Altenburg Deutsch als Zweitsprache: Landrätin Sojka will Geld für Lehrer in Altenburg haben
Region Altenburg Deutsch als Zweitsprache: Landrätin Sojka will Geld für Lehrer in Altenburg haben
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12:24 13.04.2016
So sollte es sein: Wie hier in Schmölln müssen Flüchtlingskinder in Deutschland unterrichtet werden. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Das Problem der nicht beschulten Flüchtlingskinder aus Altenburg hat Landrätin Michaele Sojka (Linke) nun zur Chefsache gemacht. Lösungen gibt es freilich noch nicht. Daran konnte auch ein mehrfach verschobenes Treffen von Vertretern des Schulamtes Gera mit dem Landratsamt und der Altenburger Stadtverwaltung in der vergangenen Woche nichts ändern. Dort kam zur Sprache, dass 33 Flüchtlingskinder im Grundschul- und 13 im Regelschulalter nicht unterrichtet werden, obwohl sie das laut Gesetz eigentlich müssten. Grund sind die fehlenden Kapazitäten in der Skatstadt.

Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) hatte das Schulamt deshalb aufgefordert, den Kreis verbindlich zu beauflagen, die Grundschüler zu verteilen. Ob es dazu kommt, ist weiter fraglich. Allerdings stehen jetzt jene Schulen fest, die die Altenburger Kinder aufnehmen. Sojka sagte der Osterländer Volkszeitung, dass dies die Bildungsstätte in Windischleuba, Posa und Altkirchen sind, wo es freie Kapazitäten gebe. Die Landrätin rechnet damit, dass es in der kommender Woche ein Ergebnis geben könne. Bis dahin würden ihre Mitarbeiter mit dem Schulleitern reden. Den Schülertransport von Altenburg in die drei Orte bezeichnete Sojka als nicht problematisch. Der Landkreis werde dies organisieren und gegebenenfalls auch bezahlen. „Wir können den Streit über die Transportkosten doch nicht auf dem Rücken der Kinder austragen“, forderte die Landrätin. OB Wolf hatte kritisiert, dass seine Stadt auf diesen Kosten sitzen bleibe.

Keine Lösung deute sich allerdings in der von Wolf geforderten vierten Starterklasse für die Regelschüler an. Sojka hofft, dass das Schulamt in der kommende Woche sagen kann, ob es dafür einen sogenannten DAZ-Lehrer zur Verfügung stellen kann. Mit der einen Starterklasse sei es für sie ohnehin nicht getan, so die Kreischefin. „Wir brauchen mehr davon“, sagte sie. Wenn das Schulamt dafür keinen Lehrer habe, müsse das Amt dem Landkreis das Geld dafür zur Verfügung stellen. „Dann suchen wir uns die Leute selber“, sagte Sojka. Notfalls werde sie dazu auch mit Bildungsministerin Birgit Klaubert (Linke) sprechen.

Von Jens Rosenkranz

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