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Altenburg Die Besten der Musikschule geben im Konzert ihr Bestes
Region Altenburg Die Besten der Musikschule geben im Konzert ihr Bestes
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18:06 13.06.2017
Die Besten der Musikschule gestalten alljährlich ein großes Abschlusskonzert – 2017 erstmals im Teehaussaal. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

In den Schulen Thüringens nähert man sich mit großen Schritten den Sommerferien. So auch in den Schulteilen der Musikschule Altenburger Land. Im Schuljahr 2016/17 wurden in ihm wie alljährlich neue Schüler in die Welt der Musik eingeführt, Leistungsträger werden als Absolventen ihre Schule verlassen und verabschiedet. Bildlich gesehen wurde gesät, gepflanzt und geerntet. Um es vorwegzunehmen, es ist eine sehr gute Ernte.

Gleich vier Konzerte innerhalb einer Woche standen beziehungsweise stehen unter diesen Zeichen. Für die Schüler und das Team um seine Leiter Gabriele Herrmann (Altenburg) und Holger Runge (Schmölln) bedurfte es in der Vorbereitung auf diese Woche ein Maß an Höchstleistung im Probenprozess wie in der Logistik.

Bezüglich der Auftrittsorte wurden Partner gesucht und gefunden. Somit haben sich in der Kulturstadt Altenburg neue Synergien ergeben. Am Sonntag diente der Saal des Teehauses mit seinem einmaligen Ambiente als Ort des Musizierens. Als Vertreter der Musikschul-Fördervereine dankte Volker Pauli dem Teehausverein für die Nutzung des Saales und würdigte die Restaurierung desselben. Selbige wäre bei allem Engagement ohne die Unterstützung von Sponsoren kaum machbar. So begrüßte er mit Manja Strauß eine Vertreterin der Sparkasse Altenburger Land. Bewegt vom musikalisch Gehörtem übergab sie einen Scheck in Höhe von 2500 Euro. Zielgerichtet sollen diese für den Aufbau einer Notenbibliothek genutzt werden.

In verbindender Weise kündigte Moderatorin Antje Herrmann für das im Konzert zu Erlebende den Genuss musikalischer Perlen an. Und sie sollte Recht behalten. Ebenso verwies sie darauf, dass eine Aufzählung aller im vergangenen Schuljahr erreichten Leistungsprädikate und Preise im Landes- und Bundesmaßstab den Rahmen der Veranstaltung sprengen würde.

Dem Rezensenten ist es an dieser Stelle ebenfalls nicht möglich, die vielfältigen Hörererlebnisse in einem Spektrum von Musik aus fünf Jahrhunderten detailliert zu würdigen. Ob auf Gitarre, Akkordeon, Klarinette, Violine, Blockflöte, Klavier und per Gesang, es wurden ausschließlich beachtliche Leistungen geboten, die immer wieder den starken Beifall im voll besetzten Saal herausforderten.

Das Programm wurde eingeleitet mit einer Arie aus der „Kanarienvogelkantate“ von Georg Philipp Telemann, dargeboten von Richard Jäckel mit gut verständlichem klarem Knabensopran. Seine Vielseitigkeit stellte er später auf der Violine unter Beweis. Mit der erst fünfjährigen Rosalie Förster dürfte ein vielversprechendes Klaviertalent heranwachsen. Zu erleben war weiter ein geschwisterliches Musizieren von Klara und Flora Junghanns in der Kombination Violine/Klavier. Zu einem Höhepunkt des Konzerts gestaltete sich die Wiedergabe einer Eigenkomposition mit der Walzerstudie von Lukas Pauli auf dem Klavier. Er gewann damit den ersten Preis für Komposition im Landeswettbewerb.

Von den gestandenen, langjährigen Schülerinnen bewährten sich erneut Anne-Sophie Bruchmüller, Marlene Husung und Kim Winter per Violine sowie Anna Heitsch mit virtuoser russischer Klaviermusik. Richard Herrmann interpretierte den 3. Satz des Weberschen Klarinettenkonzertes konzertreif. Zu konstatieren waren zudem gewachsene Leistungsstärken der mitwirkenden Gitarristen und besonders beim Gesangsduo Doreen Markus und Nicole König. Letzmalig in diesem Rahmen überzeugte die mehrfache Preisträgerin Clara Starzetz mit zwei Sätzen von Vivaldi auf der Blockflöte.

Das Publikum war sich am Schluss einig: Dies war ein Konzert der Besten und der musikalische Nachwuchs ist in der Musikschule des Altenburger Landes in guten Händen.

Das abschließende Konzert der Reihe mit der Fachgruppe Gesang ist an diesem Sonnabend, 17. Juni, um 15 Uhr in der Evangelisch- Freikirchlichen Gemeinde, Zeitzer Straße 39, erlebbar. Karten an der Tageskasse.

Von Frieder Krause

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