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Altenburg Die Ersten müssen aufgeben
Region Altenburg Die Ersten müssen aufgeben
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20:33 07.04.2014
Einstimmig für vier Jahre gewählt: Frank Wodrich, Wolfgang Thieme, Werner Kasper, Klaus Engelmann, Evelyn Tieg, Jörg Seifert und Wolfgang Preuß (v.l.). Quelle: privat

Es wird eine Phase, in der manch schmerzliche Entscheidung ansteht. Denn weiteren Sparten droht die Schließung.

Nur Bertram Waldenburger ist nach 16 Jahren im Vorstand nicht noch einmal angetreten, sondern hat aus gesundheitlichen Gründen verzichtet. Den Verantwortlichen für die Fachberatung aus Lucka löst nun der Altenburger Frank Wodrich ab. Zu dem siebenköpfigen Führungsgremium gesellt sich auch noch Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD), der als sogenanntes geborenes Mitglied Kraft seines Amtes zum Vorstand gehört.

Und eng mit der Skatstadt kooperiert der Verband schon seit Jahren. Immerhin ist Altenburg mit derzeit 69 Anlagen überreich mit Kleingärten gesegnet. Was schnell auch zu einem Fluch werden könnte, denn aufgrund der demografischen Entwicklung wächst der Leerstand der Parzellen stetig. Damit tritt das ein, was Experten bereits vor einigen Jahren voraussagten und weshalb der Verband und die Stadt ein Entwicklungskonzept auf die Reihe brachten, um das Kleingartenwesen geordnet zu entwickeln. Inklusive des gesteuerten Endes von Sparten ohne Zukunft.

In diesem Jahr werden in Altenburg die Anlagen in Ehrenberg sowie die "Schweizer Höhe" verschwinden, weil die Leerstände ein Ausmaß erreicht haben, die einen Fortbestand schier unmöglich machen. "Das war's aber noch lange nicht", sagte der wiedergewählte Chef des Regionalverbandes, Wolfgang Preuß, der seit nunmehr 35 Jahren die Geschicke der Kleingärtner leitet.

Und obwohl der Prozess dieser Umgestaltung schon seit sieben Jahren läuft, sieht Preuß noch viel zu viele Kleingärtner in eher abwartender Haltung. "Zu weit haben sich etliche von uns Kleingärtnern von der Lebensrealität entfernt. Es herrscht noch immer ein verbreitetes Laubenpiepertum, das an der Wirklichkeit vorbeigeht", sagte er deutlich.

Die Runde freilich nahm diese deutlichen Worte nur schweigend zur Kenntnis. Aber jene Vorsitzenden, die vor der Realität der stetig wachsenden Leerstände noch immer die Augen verschließen, werden wohl ab nächstem Monat regelrecht gezwungen, sich der Realität zu stellen. "Ab Mai werden mit allen Anlagen Beratungsgespräche durchgeführt, in denen nach einem genauen Katalog eine Situationsbeschreibung für die Sparte und ihre Zukunft erstellt wird. Und ich sage hier schon, dass dies für alle sehr spannend werden wird", so Preuß.

Jörg Wolf

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