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Altenburg Die Ewa greift an
Region Altenburg Die Ewa greift an
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20:42 23.07.2013

"Das klingt nicht viel, aber wir gehen davon aus, dass es sich dabei nicht um klassische Anbieterwechsler handelt und dass wir darauf ein Geschäftsmodell aufbauen können." Allerdings seien damit die Vorgaben der Geschäftsführung für das erste Jahr noch nicht erfüllt.

Laut Anton Geerlings liegt die Zielsetzung bis zum 31. Dezember bei 600 Neu-Kunden. "Wir haben ein bisschen Ertrag, aber die Kosten sind bisher höher", bilanzierte der Ewa-Geschäftsführer. "Allerdings war klar, dass wir in den ersten zwei Jahren damit keine größeren Gewinne erwirtschaften." Er geht jedoch davon aus, dass man 2014/15 die Kosten der Markteinführung wieder hereingeholt haben wird. Etwa 100 000 Euro hat der Gang über die Stadtgrenzen hinaus bislang gekostet. Darin enthalten sind neben der Entwicklung der Marketing-Kampagne inklusive Homepage auch die Kosten für großflächige Plakatierung, Anzeigen, Internet- und Display-Werbung und ein Promotionteam.

Dennoch verteidigte Geerlings die Expansion. "Mit dem Bevölkerungsrückgang setzen wir auch weniger Strom ab", erklärte der Ewa-Chef. "Deshalb müssen wir uns breiter aufstellen." So sei vorgesehen, ab kommendem Jahr auch über die Kreisgrenzen hinaus auf Kundenjagd zu gehen. "Als nächstes sind Borna, Meerane und die Gegend in Richtung Zwickau dran." Zugleich betonte er aber: "Wir bleiben regional." Das ändere aber nichts daran, dass die Ewa Geld verdienen müsse. "Aber wir wollen auch fairer Partner sein. Das Geld bleibt in der Region." Dafür würden die Kunden auich einen leichten Preisaufschlag in Kauf nehmen.

Daneben helfen aber auch Insolvenzen von Mitbewerbern wie Teldafax oder Flexstrom, neue Kunden zu gewinnen. "Außerdem hoffen wir auf mehr Vertriebserfolg, wenn die EEG-Umlage steigt", sagte Geerlings weiter. "Doch jetzt kommt erst mal die Sommerpause. Wir werden in den letzten vier Monaten des Jahres aber noch mal im Altenburger Land angreifen. Und wenn es nur 595 neue Kunden werden, bin ich auch zufrieden."

Thomas Haegeler

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