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Die Firebirds bringen den Altenburger Agnesgarten zum Beben

OVZ-Pressefest Die Firebirds bringen den Altenburger Agnesgarten zum Beben

Volles Haus beim OVZ-Pressefest am Sonnabend im Agneskarten des Altenburger Schlosses: Dort nahmen Winni2 und die Firebirds das super aufgelegte Publikum mit auf eine Zeitreise in die 50er bis 70er Jahre.

Die Firebirds wissen, wie man ein gut aufgelegtes Publikum weiter anheizt.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Tanzen und feiern, das ist es, was die Altenburger vom OVZ-Pressefest seit Jahren erwarten. Am Samstagabend wurden die Besucher im Schlosshof einmal mehr nicht enttäuscht. Hunderte kamen, um zur Musik ihrer Jugend, gespielt von der Band Winni2 und den Firebirds, eine gute Zeit zu haben. Lediglich einen Wermutstropfen gab es, denn Kurzentschlossene hatten keine Chance auf Einlass, schließlich war die Veranstaltung wieder einmal komplett ausverkauft.

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Beim OVZ-Pressefest am Sonnabend im Altenburger Schlosshof tanzten nicht nur die begeisterten Besucher sprichwörtlich auf Tischen und Bänken, auch die Firebirds sorgten mit einer Showeinlage zwischen den Biergläsern für Beifallsstürme.

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Wer eine Karte im Vorverkauf ergattert hatte, konnte sich auf vergnügliche Stunden bei Traumwetter in einer der schönsten Kulissen der Skatstadt freuen. Und das wollten viele möglichst lange genießen. So waren schon eine Stunde, bevor die erste Gruppe auf der Bühne stand, nahezu alle Sitzplätze belegt. Bei netten Gesprächen, kühlen Getränken und Leckerem vom Grill verging die Zeit wie im Flug.

Als dann Winni2 ins Schweinwerferlicht trat, wurden die Musiker gleich mit rhythmischem Klatschen begrüßt. Bereits 1975 gründete sich die Combo in Leipzig. Mit ihrem countrymusik-lastigen Spaßliedern wurde sie schnell bekannt. Ihren Ruf als Kult-Band errangen sie kurz darauf mit dem Lied „Was soll ich mit dem Akkordeon”, gleich der zweite Titel beim Konzert. Doch die fünf Musiker präsentierten nicht nur ihre eigenen Kompositionen, sondern gaben auch einige der größten Hits der 60er und 70er zum Besten.

Bei Roy Orbisons „Pretty Woman“ wagte Kreisbauernchef Bernd Apel mit seiner Frau den ersten Tanz des Abends. Ihrem Bespiel folgten schnell weitere Paare, die dann praktisch nicht mehr von der Tanzfläche zu bekommen waren. Mit weiteren eigenen Songs wie „Ich habe kalte Füße“ oder Welthits von CCR, den Beatles und Rolling Stones heizte Winni2 die Stimmung weiter an, bevor die Leipziger Firebirds die Rock-Uhr um ein weiteres Jahrzehnt zurück drehten.

„Es ist einfach super hier, die Kulisse und die Musik sind klasse, das Bier schmeckt, und die Leute sind gut drauf“, fand Sven Kresse, während die Rock ’n’ Roller aus der Messestadt ihre Instrumente fit für den Auftritt machten. Die Gruppe Naundorfer um Kresse war sich einig: Solche Veranstaltungen fänden viel zu selten statt. Ein- bis zweimal im Monat während des Sommers wären klasse, meinten die Leute vom Gasthofverein.

Dabei hatten die Firebirds noch nicht einmal angefangen. Seit über 20 Jahren zelebriert die Band feinsten Rock ’n’ Roll und hat sich über die Jahre eine treue Fangemeinde erspielt. Auch in Altenburg und beim Pressefest sind die fünf Feuervögel keine unbekannten, bereits zum dritten Mal spielten sie hier zum Tanz auf. Offensichtlich eine der leichtesten Übungen der Gruppe. Denn es dauerte keine zwei Takte, und vor der Bühne war Tanzen nur noch mit Körperkontakt möglich. Der Elvis-Wanda-Jackson Kracher „Let’s have a Party (to Night)“ gab als erster Titel die Richtung für die kommenden Stunden vor.

„Ganz große Klasse, wir haben jede Menge Spaß“, meinte Romy Mahn, und Anne Katrin Pröhl und Sylke Kahn pflichteten ihr – sich im Takt wiegend – bei. Die Frauengruppe konnte einfach nicht anders, sie tanzte und feierte ausgelassen. „Heute Abend passt einfach alles. Es ist Spitze. Was ich als sehr angenehm empfinde, ist, dass Karten nur mit Sitzplätzen verkauft werden“, frohlockte einer der Begleiter der Damen.

Derweil bewiesen die Firebirds, dass sie nicht einfach nur ein Konzert spielen, sondern eine echte Rock ’n’ roll-Show bieten. So verließen die Musiker für den Drifters-Hit „Under the boardwalk“ gleich mal die Bühne, um mitten im brechend vollen Festzelt auf den Tischen ein musikalisches Bad in der Masse zu nehmen. Drei Songs später waren sie zurück on Stage. Kontrabass, Flügel und Gitarren blieben dennoch erst einmal ungenutzt, denn nun ging es für einige Stücke a cappella weiter. „Gute Musik braucht keine Instrumente“, befand Sänger Alexander Teich und stimmte Bill Haleys „Shake Rattle Roll“ an. Bis gegen 24 Uhr ging das Rock ’n’ roll-Feuerwerk und ließ bei den Gästen keine Wünsche offen.

Von Jörg Reuter

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