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Altenburg "Die Gemeinden haben ihren eigenen Willen"
Region Altenburg "Die Gemeinden haben ihren eigenen Willen"
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19:54 14.02.2012

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In den Dörfern wurde in der Vergangenheit nichts gemacht. Michael Wolf entgegnet: Das ist eine nicht belegbare Behauptung, die nicht stimmt. Wir haben in den vergangenen zwölf Jahren 5,4 Millionen Euro pro Jahr in die Orte investiert. Das entspricht 150 000 Euro pro Ortsteil und Jahr.

Sigurd Kyber, Gemeinderat in Nobitz und Mitinitiator der Bürgerinitiative "Pro Nobitz": Frau Sojka, nehmen Sie bitte mit nach Erfurt, wir als Bürgerinitiative werden uns gegen eine Absage der Fusion wehren. Nehmen Sie zur Kenntnis, die Gemeinden haben ihren eigenen Willen. Michaele Sojka antwortet: Bürger, die für ihre Rechte einstehen, haben mich immer auf ihrer Seite. Aber ich brauche die Absicherung durch einen Bürgerentscheid. Warum fand keiner statt? Hendrik Läbe begründet: Weil dessen Vorbereitung zu viel Zeit gekostet hätte und wir so die Hochzeitsprämie nicht mehr bekommen hätten.

Thomas Grünler, Gemeinderat Saara: Herr Scholz, die Gemeinderäte in Saara und Nobitz haben die Fusion beschlossen. Warum akzeptieren Sie unsere Entscheidungen nicht? Wolfgang Scholz: Ich bin lediglich enttäuscht über die Entscheidung. Wir haben in den vergangenen Jahren immer gut zusammengearbeitet und viele Kooperationen. Beispielsweise besuchen sehr viele Saaraer Kinder die Schule in Gößnitz. Da hätten wir doch ausloten können, ob wir etwas zusammen erreichen können. Aber bis heute gab es keine Gespräche. Das hätte ich vielleicht verstanden, wenn wir kein gutes Verhältnis gehabt hätten. Aber so war es nicht.

Carsten Helbig aus Langenleuba-Niederhain: Mir haben die Vorschläge von Herrn Wolf gut gefallen. Wie könnte das finanziert werden? Fritz Schröter rechnet vor: Die Finanzsituation im Freistaat ist bekanntermaßen schlecht. Und sie wird in der Zukunft nicht besser. Im Gegenteil. Der Bund und die EU werden in den kommenden Jahren immer weniger an Thüringen überweisen. Wir können das vorhandene Geld nur anders verteilen, und das wird nicht viel Freude bereiten.

Andreas Hofmann aus Ziegelheim: Worauf wartet das Wieratal eigentlich noch? Mario Rohr: Ich bin da eigentlich der falsche Ansprechpartner, weil sich Ziegelheim schon vor Jahren für eine Fusion mit Nobitz ausgesprochen hat. Jedoch haben wir in der VG-Versammlung auch über das Thema gesprochen, sind aber dabei nicht zu einem Beschluss gekommen. Zum einen hatten die Gemeinden oft ganz andere Probleme. Und zum anderen gab es in den vergangenen Jahrenauch noch zahlreiche Unklarheiten bezüglich der Forderungen, die das Land Thüringen hat. Etwa, wie groß Gemeinden sein müssen.

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