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Die Großen spielen für die Kleinen

Die Großen spielen für die Kleinen

Als ein gelungenes Fußballfest kann das Benefizspiel des TSV Windischleuba als Gastgeber gegen den Landesligisten Motor/Lok Altenburg angesehen werden.

Beim Gruppenbild nach dem Spiel haben alle etwas zu lachen, immerhin sind fast 1000 Euro beim Benefizspiel für den Kindergarten Windischleuba zusammengekommen.

Quelle: Mario Jahn

Windischleuba. Am Freitagabend war vor über 300 Fans auf dem Sportplatz Windischleuba tolle Stimmung bei herrlichem Wetter angesagt. Der TSV-Schatzmeister konnte nach Spielende freudig verkünden, dass 916,76 Euro als Spende gesammelt wurden. Die Damen von "Dance Explosion" hatten zur Pause fleißig Sportplatzrunden gedreht und konnten so die hohe Spende einsammeln.

 

Das Spiel war auf Initiative der beiden Vereine zustande gekommen. Altenburgs Routinier Rene Eichelkraut, gebürtiger Windischleubaer, und Windischleubas Kapitän Martin Pfefferkorn hatten die Idee zu diesem Benefizspiel.Vor dem Anpfiff dankte der Windischleubaer Bürgermeister Gerd Reinboth (CDU) allen, die mitgeholfen hatten, das Spiel zu organisieren, vor allem auch der Altenburger Spielgemeinschaft (SG). "Als ich gefragt wurde, habe ich natürlich spontan zugestimmt. Jede Unterstützung wird gebraucht, weil derzeit der Kindergarten im Sportlerheim logiert", führte Gerd Reinboth an. Der TSV nutzt gegenwärtig die Turnhalle als Umkleidetrakt, solange der Kindergarten im Sportlerheim zu Gast ist. Für September ist die Wiedereröffnung des Kindergartens geplant.

 

Auch Daniel Gumprecht vom TSV -Vorstand lobte die Hilfe für den Kindergarten und die zu sanierende Bowlingbahn. "Die Altenburger Mannschaft zeigte sofort Initiative", meinte Gumprecht. Solidarität mit Windischleuba sei der Spielgemeinschaft ein Bedürfnis, merkte auch Motors Fußballchef Thomas Lahr an. Für die SG war es zudem eine willkommene Trainingseinheit unter Belastung. "Wir sind derzeitig in der Findungsphase", so Lahr.

 

Thomas Koerth als neuer Trainer der Altenburger agierte engagiert an der Linie, gab Anweisungen. "Die Mannschaft und vor allem das Umfeld sehe ich als intakt. Die Chemie stimmt", attestierte der Ex-Bornaer.

 

Bevor es richtig losging, verabschiedet der TSV noch zwei verdienstvolle Spieler, die ihre aktive Laufbahn beenden. So wurde Michael Gumprecht als langjähriger Leistungsträger des Kreisligisten geehrt, der auch als Übungsleiter und Referee tätig war. Auch der Torwart und Kapitän der II. Mannschaft, Andreas Heyn, erhielt eine Ehrung.

 

Dann Anpfiff. Walter (3.) hatte die erste TSV- Chance, verzog aber. Windischleuba versteckte sich nicht, ging in die Offensive. Nach fünf Minuten musste Winkelmeyer auf der Linie retten, es wurde ein offenes Spiel. In der neunten Minute jubelten die TSV-Fans. Walter hatte per Abstauber die Windischleubaer Führung erzielt. Als Kapitän Pfefferkorn einen genialen Pass auf Michael Gumprecht spielte (13.) stand es überraschend 2:0.

 

Altenburgs Torwart Meißner (14.) musste retten. Nach einem Altenburger Eckball (16.) gelang Schöffmann der Anschlusstreffer zum 2:1. Motor/Lok drängte nach 20 Minuten mehr in die Offensive. Fripan musste auf der Linie retten. Ein Heber von Gumprecht wurde gehalten. Auf der Gegenseite bediente Wuttke Schöffmann, der freistehend nicht vollenden konnte. Ein Freistoß von Weise klatschte an den Pfosten. Wuttke, der mit Weise im Mittelfeld das Altenburger Spiel lenkte, glich mit Kopfball (25.) aus. Kurz darauf erhöhte Schöffmann auf 3:2, die Gäste hatten das Spiel gedreht. Dann rettete Torwart Heyn auf der Li nie, war aber beim 4:2 durch das Solo von Eichelkraut machtlos. Dennhardt (43.) erhöhte auf den 5:2-Pausenstand.

 

Altenburg zeigte sich nun ballsicher und kombinationsfreudig, das blieb auch nach der Pause so. Dennhardt (47./59.) schraubte das Ergebnis auf 7:2. Windischleuba hatte nun viel in der Defensive zu tun. Walter verfehlte knapp, auf der Gegenseite (74.) steuerte Rolle das 8:2 bei. Das wohl schönste Tor gelang Borgwardt beim 8:3. Sein Freistoß aus 25 Metern schlug unhaltbar im Altenburger Winkel ein. Ein TSV-Eigentor führte zum 9:3. Motor/Lok ließ nun Ball und Gegner laufen, beim TSV ließ merklich die Kraft nach. Eichelkraut (89.) war das 10:3 vorbehalten und Kapitän Weise (90.) gelang der 11:3-Endstand in einem fairen Spiel. Das Ergebnis war aber zweitrangig, im Mittelpunkt standen die fast 1000 Euro Spendengelder.

Reinhard Weber

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