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Altenburg Die Perspektiven der Roten Spitzen - Bauhaus-Studenten präsentieren ihre Vorschläge
Region Altenburg Die Perspektiven der Roten Spitzen - Bauhaus-Studenten präsentieren ihre Vorschläge
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21:33 07.02.2012

Denn das Wahrzeichen der Stadt stand im Mittelpunkt eines wissenschaftlichen Projekts der Uni.

Etwa 20 Studenten des Master-Studiengangs Architektur befassten sich im aktuellen Wintersemester mit der imposanten Doppelturmanlage, die als Initialbau für Backsteingroßbauten nördlich der Alpen gilt. Die Stadtverwaltung unterstützte die Universität bei der Durchführung des Vorhabens, um ein breites Spektrum an Ideen in Einklang mit der Stadtbevölkerung zu bringen. So war es möglich, durch eine Sichtweise von außen verschiedene Betrachtungspunkte der Nutzung des markanten Bauwerks der Stadtsilhouette zu entwickeln, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus.

Drei Monate lang setzten sich die Studenten unter dem Thema "Rote Spitzen - Die Anwesenheit der Abwesenheit" mit Themen des architektonischen und denkmalpflegerischen Umgangs mit dem Wahrzeichen von Altenburg auseinander.

Die überlieferten baulichen Reste des mittelalterlichen Bergerklosters und die Türme der einstigen, 1172 unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa geweihten Klosterkirche St. Marien sind bislang kaum öffentlich erschlossen. Die Zeitschichten, die mit dem bedeutenden romanischen Kirchenbau ihren Ursprung finden und durch die Verweltlichung mit funktionellen und baulichen Veränderungen fortgeschrieben wurden, sind heute schwer ablesbar. Nur Teile des ursprünglichen Kirchenbauvolumens sind bereits archäologisch freigelegt.

Die Studenten standen bei ihrer Recherche stets in engem Kontakt mit der Stadtverwaltung und dem zukünftigen Betreiber der Roten Spitzen, dem Residenzschloss Altenburg. Außerdem prüften Bürgermeisterin Kristin Knitt, Museumsleiterin Uta Künzl und Jürgen Fröhlich von der Unteren Denkmalschutzbehörde die Realisierbarkeit der Vorschläge und diskutierten sie bei einer Zwischenpräsentation der Arbeiten in Weimar. An der Bauhaus-Universität wurden sie von von Prof. Josè Mario Gutierrez Marquez und von Prof. Hans-Rudolf Meier betreut.

Ein gemeinsam vereinbartes Raumprogramm und optionale zusätzliche Funktionen für die Roten Spitzen sollten im Entwurf verwirklicht werden, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Es wurden Unterlagen der Denkmalschutzbehörde, der Archäologie sowie das vorliegende Quartierskonzept aus dem Jahr 2011 zur Recherche herangezogen. Auch die Anregungen und Wünsche der Anwohner wurden zum Auftakt des Projektes durch ein Fragenkolloquium aufgenommen.

Interessierte und insbesondere die Bewohner des Quartiers Rote Spitzen sind eingeladen, sich die Präsentation im Residenzschloss am Donnerstag nächster Woche anzuschauen. Die Akteure freuen sich auf viele Besucher und angeregte Diskussionen.

Die Ausstellung ist bis zum 11. März im Schloss zu sehen.

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