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Modellbahnschau in Meuselwitz: Die große Welt auf kleinen Schienen

500 Besucher Modellbahnschau in Meuselwitz: Die große Welt auf kleinen Schienen

Da strahlten am Wochenende nicht nur die Augen der Sprösslinge, sondern auch die Erwachsenen staunten über die Vielzahl der verschiedenen Modellbahnanlagen zur mittlerweile 10. Modellbahnausstellung der Kohlebahner. Im Gebäude der Lokleitung konnten die über 500 Besucher die eigene Vereinsanlage begutachten.

Ein Hingucker der Ausstellung: Die Anlage mit Spur G von der IG Modellbahn Schkeuditz e.V.
 

Quelle: Nicole Rathge-Scholz

Meuselwitz.  Da strahlten am Wochenende nicht nur die Augen der Sprösslinge, sondern auch die Erwachsenen staunten über die Vielzahl der verschiedenen Modellbahnanlagen zur mittlerweile 10. Modellbahnausstellung der Kohlebahner. Im Gebäude der Lokleitung konnten die über 500 Besucher die eigene Vereinsanlage begutachten.

Diese zeigt die Bahnstreckennachbildung Altenburg-Meuselwitz mit den dazugehörigen Zwischenstationen wie Rositz. Auch eine Modellanlage des Tagebaus Espenhain sowie die Industrieanlage des Ortes konnten begutachtet werden. Im Lokschuppen zeigten dann verschiedene Vereine und Einzelaussteller ihre Anlagen von einer dampfbetrieben Gartenbahn bis hin zu einem Bahnbetriebswerk der Spur H0.

Die beliebte Tombola fand am Sonnabend statt und sorgte wieder für großen Andrang. Neben den zahlreichen kleinen Modellen, die am Wochenende auf den Modellanlagen fuhren, setzte sich auch das große Original in Bewegung. „Wir sind oft als Aussteller hier, weil es einfach schön ist. Man trifft viele bekannte Gesichter, das Publikum ist aufgeschlossen und auch das Umfeld ist toll, mit den direkt anliegenden Bahnschienen“, findet Wolfgang Richter vom IG Modellbau Schkeuditz e.V. Auch auch der Vorsitzende des Schkeuditzer Vereins, Reinhard Sperling, kommt gern nach Meuselwitz. „Zum einen trifft man Gleichgesinnte, man bekommt Reflexionen von den Gästen auf seine eigene Anlage und holt sich selber auch Anregungen, wie man seine Anlagen erweitern kann“, erklärt er und schaut hinüber zu Dieter Klohs aus Weißbach. „Seit ich seine Werke gesehen habe, arbeitet es in meinem Kopf, wie ich die Dinge auch in unserer Anlage verbauen kann. Vor allem die bewegten Szenen und die Lichtleitern finde ich klasse“, so der Schkeuditzer.

Und bei Dieter Klohs blieben viele Besucher stehen und stellen ihm Fragen zu seinen Dioramen – kleine Schaukästen, in denen Szenen mit Modellfiguren und -landschaften nachgestellt werden. Bei Klohs sind diese sogar beweglich. „Verschiedene Szenen werden mit Zahnriemen, Servos und Getrieben, die man nicht sieht, bewegt. Insgesamt habe ich 12 solcher Schaukästen und es steckt meistens zwischen einem halben bis dreiviertel Jahr Arbeit in solch einem Werk“, erklärt er, wobei alle nachgestellten Szenen aus seiner Fantasie heraus entstehen.

12 Aussteller unter anderem aus Annaberg-Buchholz bereicherten auch in diesem Jahr die Ausstellung. Ein Highlight war der sogenannte Tanzboden, ein Waggon in dem man früher heiraten konnte. „Den haben wir zu einem Kino umgebaut und Filme über die Braunkohle und auch die Westerntage gezeigt, was bei den Gästen richtig gut ankam“, erklärt Vereinsmitglied Andrea Selle und verrät, dass dies eine Generalprobe war, denn in Zukunft wollen die Kohlebahner bei Bedarf den Waggon anhängen. Dann können sich die Besucher während der Fahrt auch Filme anschauen.

Petra Etzold und ihr Mann waren ebenfalls zu Besuch bei der Ausstellung. „Das Thema gehört zu unserer Region und deshalb dachten wir, dass wir uns die Ausstellung mal wieder ansehen“, so die Altenburgerin. „Man kennt ja die Strecke Altenburg-Meuselwitz noch aus DDR-Zeiten, so dass es schon spannend ist, diese als Miniaturform zu sehen, da kommen Erinnerungen wieder hoch.“ Klarer Besuchstipp des Ehepaares: „Da kann man schon viel Interessantes aus der Vergangenheit und auch Gegenwart erfahren.“ Lob findet auch der Aufbau der Ausstellung, die geschmackvoll und übersichtlich präsentiert wird.

Von Nicole Ratghe-Scholz

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