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Die weibliche Seite der Reformation

Die weibliche Seite der Reformation

Welchen Stellenwert nahm die weibliche Bevölkerung für die Reformation ein? Und was kann man sich heute von diesen Frauen abschauen? Genau mit diesen Fragen beschäftigt sich die Wanderausstellung "Frauen der Reformation", von der seit gestern zwölf Aufsteller in der Bartholomäikirche zu sehen sind.

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Anna Kolesnikow vor dem Schaubild über Ursula Weyda, das auf Grundlage ihrer Recherchen entstanden ist.

Quelle: Mario Jahn

Die Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland haben die Schau anlässlich der Lutherdekade konzipiert und möchten mit ihr die weibliche Seite der Reformation vorstellen. Dafür beleuchtet die Ausstellung neben der allgemeinen Bedeutung der Frauen für die Reformation in Mitteldeutschland vor allem einzelne Frauenschicksale. Sechs Stück sind nun in Altenburg zu sehen - darunter auch eine Altenburgerin: Ursula Weyda.

 

Die vermutlich 1504 geborene Frau eines Verwaltungsbeamten nannte sich selbst Schösserin zu Eisenberg und machte vor allem durch ihre 1524 veröffentlichte Streitschrift von sich reden. In dieser griff sie den Abt von Pegau an, weil dieser Luther für manche der Fehlentwicklungen in der Kirche verantwortlich machte. All dies und noch mehr kann man in der Ausstellung lesen. Und zwar nur, weil sich Anna Kolesnikow und Margret Börngen - zwei Altenburger Schülerinnen des Christlichen Spalatingymnasiums - in ihrer Seminarfacharbeit mit der Autorin befasst haben. "Eine Frau, die in dieser Zeit den Mut aufbringt, sich lautstark gegen die katholische Kirche zu äußern, können wir nur bewundern", schreiben die beiden und loben das Engagement und die Courage als vorbildhaft.

 

Es ist das Prinzip der Schau, dass die heutigen Frauen und Männer ganz persönlich auf die Frauen von damals blicken. Ergänzt wird dies durch Fakten zur Erziehung und Bildung, dem Leben in Klostern und der Bedeutung der Pfarrersfrauen als Vorbild für die christlichen Ehefrauen.

 

iDie Ausstellung ist bis zum 12. September täglich 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Jenifer Hochhaus

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Von Redakteur Jennifer Hochhaus

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