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Diebe suchen Meuselwitzer Kohlebahn erneut heim

Prämie zur Ergreifung ausgelobt Diebe suchen Meuselwitzer Kohlebahn erneut heim

Sie kommen zu nächtlicher Stunde auf das weitläufige Areal: Unbekannte Diebe und Vandalen haben erneut die Kohlebahn auf dem Meuselwitzer Bahnhof heimgesucht. Kupferkabel wurden aus einem Waggon entwendet und die Scheiben eines Baggers eingeschlagen. Leider kein Einzelfall. Der Verein lobt jetzt eine Belohnung für Tipps aus, die zur Ergreifung der Täter führen.

Buntmetalldiebe suchten erneut die Kohlebahn – hier eine Archivaufnahme – heim.
 

Quelle: Mario Jahn

Meuselwitz.  Eine böse Überraschung erlebten die Kohlebahner am zurückliegenden Sonntag, als sie eine Sonderfahrt vom Bahnhof Meuselwitz aus starten wollten: „Unbekannte hatten in einem offenen Wagen die komplett neu verlegte Verkabelung aus Kupfer an den Steckdosen abgeschnitten und mitgehen lassen“, schildert Vereinsvize Joachim Döhler. Nur mit viel Geschick habe man den Wagen schnell wieder binnen kurzer Zeit fahrbereit bekommen. Zwar halten sich Material- sowie Sachschaden mit rund 250 Euro in diesem Fall in Grenzen, aber die nächste Hiobsbotschaft erwartete die Vereinsmitglieder schon am Montagmorgen darauf gegen 7.30 Uhr. „Der für Gleisbauarbeiten auf unserem Gelände abgestellte Radlader einer Altenburger Firma wies erhebliche Beschädigungen auf“, schildert Döhler weiter. So wurde am zurückliegenden Wochenende die untere Frontscheibe des Fahrerhauses eingeschlagen und die Fahrerkabine verwüstet. „Im konkreten Fall beträgt der geschätzte Schaden nochmals gut 1000 Euro. Alle Fälle haben wir der Polizei angezeigt“, so der Vereinsvize weiter.

Große Hoffnungen, dass die Beamten bei ihren Ermittlungen fündig werden, hegt bei der Kohlebahn indes niemand. Denn man ist diesbezüglich schon leider so etwas wie ein gebranntes Kind. Auf dem weitläufigen Freiareal des Meuselwitzer Bahnhofes waren schon mehrfach Diebe und Vandalen unterwegs – und immer wieder flatterte den Kohlebahnern nach geraumer Zeit das Schreiben der Staatsanwaltschaft ins Haus, aus dem hervorging, dass die Ermittlungen eingestellt seien.Bis zum September 2012 zurück reichen die von Döhler dokumentierten Fälle. „Der dem Verein entstandene Schaden liegt mittlerweile schon im höheren fünfstelligen Bereich.“ Erst diesen Juni bauten Kupferdiebe den Fahrschalter nebst Kupferkabel von einer abgestellten, eigentlich fahrbereiten E-Lok ab. Die ist nun nicht mehr fahrtüchtig, weil der Verein die für eine Reparatur nötigen 20 000 Euro nie aufbringen kann. Im April 2015 zerstörten Unbekannte zudem zahlreiches Interieur des Fuhrparks, wie auch im Juli 2013.

„Kleinere Zwischenfälle rechnen wir gar nicht mehr mit“, so Döhler sauer. Den Verein bringt dies an eine Schmerzgrenze: „Wir brauchen jeden Cent, um den Fahrbetrieb aufrecht zu erhalten. Jede Mehrausgabe geht an die Substanz.“

Deshalb lobt der Verein zwei Fahrten zu den Westerntagen 2017 für Hinweise aus, die zur Ermittlung der Täter führen.

Von Jörg Wolf

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