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"Dieser Zustand muss beseitigt werden"

"Dieser Zustand muss beseitigt werden"

Der Widerstand gegen die Schweinemastanlage Mockzig wächst. Nun wehren sich Bürger umliegender Orte mit einer Unterschriftensammlung, die dem Landesverwaltungsamt Weimar zugesendet wurde.

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Seit ihrer Inbetriebnahme vor zwei Jahren sorgt die Schweinemastanlage Mockzig immer wieder für Proteste bei Einwohnern der Umgebung.

Quelle: Mario Jahn

Die Einwohner fordern den Einbau einer Filteranlage. Die Weimarer Behörde sieht sich dafür aber nicht zuständig.

 

Die Unterschriftensammlung, die der OVZ in Kopie vorliegt, wurde von 107 Bürgern unterzeichnet. Sie wohnen in Ehrenberg, Greipzig, Modelwitz und der Thomas-Münzter-Siedlung, allesamt Altenburger Ortsteile, die sich im Umland der Schweinemast-Anlage befinden.

 

Die Unterschriftenlisten sind Bestandteil eines Schreibens, das die Ehrenberger Ortsteilbürgermeisterin Marina Baumann an das Landesverwaltungsamt geschickt und darin um Amtshilfe gebeten hatte. Darin erinnert die Bürgermeisterin an den Widerstand der Bürger vor dem Bau der in Betrieb gegangenen Mastanlage. Zentrale Forderung war der Einbau einer Filteranlage. "Anstelle dessen erhielten wir ein Gutachten und eine Wetterkarte, die uns glauben machen sollten, dass die Geruchsbelästigung im Normbereich liegen wird und der Einbau einer Filteranlage nicht notwendig sei", heißt es im Schreiben an das Landesverwaltungsamt. Seit der Inbetriebnahme des Betriebes treten verstärkt Geruchsbelästigungen in Modelwitz, Greipzig und der Thomas-Müntzer-Siedlung auf. "Es handelt sich dabei nicht nur um ein paar Stunden im Jahr, der Gestank ist wöchentlich zu verzeichnen." Marina Baumann verweist hierbei auch auf die Geruchsprotokolle einiger Bürger, über die die OVZ bereits berichtet hatte. "Der Gestank ist keine Übertreibung, sondern Realität, die Lebensqualität der Betroffenen ist gesunken und dieser Zustand muss beseitigt werden", drängt die Bürgermeisterin. Wie das Problem gelöst werden könnte, liefert Marina Baumann gleich mit. Sie verlangt, den Mastbetrieb mit einer Filteranlage nachzurüsten. Dabei verweist sie zugleich auf die geplante Erweiterung des Betriebes von derzeit 1499 auf 4500 Tiere. Bei der Genehmigung für diesen Ausbau verlangt sie im Namen ihrer Bürger den Einbau von Filteranlagen in allen Ställen.

 

Noch muss das Landesverwaltungsamt eine solche Erweiterung nicht genehmigen. Ein Antrag dafür liegt nicht vor, lediglich eine Absichtserklärung, erläutert Pressesprecher Adalbert Alexi der OVZ auf Anfrage. Er bestätigte den Eingang des Schreibens der Ortsteilbürgermeisterin und der Unterschriftenlisten in seiner Behörde. Was aber die Geruchsbelästigungen und den geforderten Einbau von Filtern betrifft, sei das Landesverwaltungsamt nicht zuständig, sagte Alexi. Er verweist hierbei auf die im Jahr 2010 durch die Stadt Altenburg erteilte baurechtliche Genehmigung. Falls die Voraussetzungen dafür nicht eingehalten würden und Filteranlagen tatsächlich nachträglich erforderlich sind, müsste sich darum die Stadtverwaltung kümmern. Aktiv werde das Landesverwaltungsamt erst bei einem Antrag auf Erweiterung. Hierbei fließen die Beschwerden der Bürger selbstverständlich ein, sagte Alexi.

 

Der Betreiber der Schweinemastanlage, die Gutsverwaltung Altenburg, ist der Bitte der OVZ um eine Stellungnahme zu den Bürger-Beschwerden bislang nicht nachgekommen. Betriebsleiter Wolfgang Schleicher hatte im vergangenen Jahr der OVZ erklärt, dass von der Anlage kaum Gestank ausgeht. Schleichter sagte ebenso, dass die Erweiterung bis spätestens August beantragt wird. Noch ist unklar, warum man diese Frist verstreichen ließ.

Jens Rosenkranz

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