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Altenburg Dirk Schwerd zieht Landrats-Kandidatur zurück
Region Altenburg Dirk Schwerd zieht Landrats-Kandidatur zurück
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21:34 12.12.2011
Dirk Schwerd

Paukenschlag im Landratswahlkampf: SPD-Kandidat Dirk Schwerd gab gestern völlig überraschend auf.

"Hiermit teile ich mit, dass ich meine Kandidatur als Landratskandidat der SPD zur Landratswahl 2012 zurückziehe. Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Aus für mich nicht vorhersehbaren Gründen, die Ende November 2011 eintraten, kann ich meine Kandidatur um die Position des Landrates aus familiären Gründen nicht mehr aufrechterhalten", heißt es in der nur wenige Zeilen umfassenden Pressemitteilung Schwerds.

Der SPD-Politiker, der auch Fraktionschef im Kreistag ist, bedankte sich bei seinen Unterstützern, Wahlkampfhelfern, Sympathisanten, insbesondere dem Vorsitzenden des SPD-Kreisvorstandes, Hartmut Schubert, und dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden, Volker Schemmel, "für deren Verständnis in einer für mich schwierigen Zeit".

Nach OVZ-Informationen ist Schwerd bereits seit Monaten in einen Rechtsstreit um die Erziehungszeiten für seinen kleinen Sohn verwickelt. In erster Instanz sah das Gericht seine Vaterpflichten durch den Wahlkampf und sein mögliches Landrats-Amt beeinträchtigt, und auch für die Berufung sind die Aussichten nicht günstig. Der 36-jährige Jurist zog deshalb am Wochenende schweren Herzens die Konsequenz.

Mit großem Bedauern, jedoch mit vollstem Verständnis hat SPD-Kreischef Hartmut Schubert den Rückzug Schwerds aufgenommen. "Es ist schade, dass die SPD einen so hervorragenden Kandidaten verliert", aber die persönlichen Gründe dafür seien für ihn völlig nachvollziehbar, sagte Schubert der OVZ.

Er sieht die Sozialdemokraten im Altenburger Land ein Vierteljahr vor den Landratswahlen nun in einer schwierigen Situation. Man werde aber versuchen, noch vor Weihnachten einen neuen Kandidaten zu finden. Möglicherweise falle bereits zur nächsten Kreisvorstandssitzung am Montag eine Entscheidung. Bis dahin würden intensive Gespräche mit möglichen Bewerbern geführt, kündigte Schubert an. Namen wollte er allerdings keine nennen.

Schubert schloss aus, selbst anzutreten, obwohl ihm bekannt sei, dass er bei einigen Spitzengenossen im Kreis ganz oben auf der Wunschliste für eine Kandidatur steht. "Das mache ich nicht", sagte er auf Anfrage. Er sei Staatssekretär im Sozialministerium und das wolle er auch bleiben. Ohnehin sei es nicht üblich, in seine alte Firma zurückzugehen, nahm Schubert Bezug auf seine langjährige Tätigkeit im Landratsamt. Schubert will nicht ausschließen, dass die SPD zur Landratswahl nicht antritt, falls sich kein Bewerber findet. Schließlich könne man niemanden dazu zwingen. Möglich sei ebenso, dass die Suche bis in den Januar hinein andauere. Das aber sei dann schon reichlich spät, um einen ordentlichen Wahlkampf führen zu können.

Auch Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) bedauerte den Rückzug seines Parteifreundes. "Ich ziehe den Hut vor seiner mutigen Entscheidung", sagte Wolf. Er selbst hätte bei den gleichen Gründen ebenso gehandelt.

Günter Neumann/Jens Rosenkranz

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