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Dobraschütz kommt ans Trinkwassernetz

Baumaßnahme Dobraschütz kommt ans Trinkwassernetz

Der Starkenberger Ortsteil Dobraschütz wird ans Trinkwassernetz des Zweckverbands Wasserver- und Abwasserentsorgung Altenburger Land (ZAL) angeschlossen. Diese Entscheidung fällten die Einwohner vor Kurzem mehrheitlich im Rahmen einer Unterschriftensammlung. Diese hatte die Gemeinde angeregt, um die Probleme mit der Wasserqualität zu lösen.

Übernimmt Trinkwasserversorgung im Starkenberger Ortsteil Dobraschütz: die ZAL-Anlage im Bau.

Quelle: Mario Jahn

Dobraschütz. Der Starkenberger Ortsteil Dobraschütz wird ans Trinkwassernetz des Zweckverbands Wasserver- und Abwasserentsorgung Altenburger Land (ZAL) angeschlossen. Diese Entscheidung fällten die Einwohner vor Kurzem mehrheitlich im Rahmen einer Unterschriftensammlung. Diese hatte die Gemeinde angeregt, um die Probleme mit der Wasserqualität zu lösen.

Einen Zeitplan für das Vorhaben gibt es derzeit noch nicht, sagt ZAL-Werkleiter Lars Merten auf OVZ-Anfrage. Gerade werde eine grobe Vorplanung erstellt, um einen ungefähren Kostenrahmen ermitteln zu können.

Die Alternative zum Anschluss ans ZAL-Netz wären enorme Investitionen gewesen, die die 44 Wasserabnehmer in dem Dorf hätten selbst bezahlen müssen. Denn Dobraschütz gehört noch zu den wenigen Orten im Kreis mit eigener Trinkwasserversorgung. In den 1970er-Jahren schlossen die Einwohner ihren Ort an eine natürliche Quelle an. Doch inzwischen mehren sich die Probleme. Weil die Wasserqualität seit Jahren kontinuierlich abnimmt, steigen zum einen die Kosten der Aufbereitung, zum anderen verteilen sich die steigenden Kosten auf immer weniger Abnehmer, zählt Werner Kröber, Einwohner in Dobraschütz und Vize-Bürgermeister von Starkenberg, auf.

Wegen der hohen Nitratwerte dürfen mittlerweile Babys und Kleinkinder das Dobraschützer Wasser nicht mehr trinken. Kröber macht zum Teil die konventionelle Landwirtschaft verantwortlich, weil die Quelle auch durch Oberflächenwasser gespeist wird. „Gebe es nicht auf einem Teil des Einzugsgebietes einen Bio-Bauern, hätten wir noch viel früher diese Probleme bekommen“, meint Kröber. Dazu komme nun, dass das Netz ungefähr 40 Jahre alt ist und die Reparaturen zunehmen.

Das ist auch dem ZAL klar, der davon ausgeht, mindesten 50, wenn nicht 100 Prozent der Leitungen im Ort erneuern zu müssen. Dennoch befürwortet der Verband die Erweiterung seiner Zuständigkeit auf Dobraschütz. Die notwendigen Investitionen würden auch den Bürgern nicht in Rechnung gestellt, wie das manche Zweckverbände handhaben, wenn Einzelversorger in die Solidargemeinschaft wollen, betont Merten. „In den 90er-Jahren war es uns auch ganz recht, dass manche Dörfer nicht angeschlossen waren. Wir hatten in den übrigen Orten genug instand zu setzen.“ Und auch aktuell hat es für den ZAL Vorteile. „Wir sind ja interessiert daran, Wasser zu verkaufen. Wegen des Bevölkerungsrückgangs ist es immer gut, neue Kunden zu gewinnen, auch weil damit unsere Anlagen ausgelastet werden können“, erklärt Merten.

Dabei ist Dobraschütz besonders attraktiv für den ZAL, weil es kein Brunnendorf ist, sondern die Einwohner zentral von einer Quelle versorgt werden. „Damit ist sichergestellt, dass alle Grundstücke unser Wasser abnehmen.“ Abgesehen von den zukünftigen Gebühren und Beiträgen, die der ZAL erhebt, werden voraussichtlich im Durchschnitt pro Grundstück 1500 Euro Kosten anfallen. Das seien Erfahrungswerte der Vergangenheit, sagt Kröber.

Von Jörg Reuter

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