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Döbeln: Große Kunst in Kleiner Galerie

Döbeln: Große Kunst in Kleiner Galerie

Museen in Barcelona, Berlin, Bremen, Dresden, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Kopenhagen, Leipzig, Madrid, Mannheim, München, Prag, Rio de Janeiro, Saarbrücken, Wien, Winterthur, Zürich und Zwickau haben Bilder des Malers Bernhard Kretzschmar.

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Kuratorin Anke Fröhlich-Schauseil (l.) und Kathrin Fuchs, Leiterin der Kleine Galerie, mit dem A1-Plakat für die Bernhard-Kretschmar-Ausstellung, die ab 12. September in Döbeln zu sehen ist.

Quelle: Sven Bartsch

Er gehört mit Ernst Heckel zu den bedeutendsten Künstlern, die aus Döbeln stammen. Von Kretzschmar sind etliche Bilder mit Döbelner Motiven überliefert. Viele dokumentieren und interpretieren das alltägliche Leben. Und ein solches dürfte zu dem wertvollsten Besitztümern gehören, das im Magazin des Stadtmuseums lagert und das zur großen Kretzschmar-Ausstellung zu sehen sein wird, die am 12. September beginnt. "Döbeln am Sonntag, Johannesstraße", heißt das. Es ziert schon jetzt die großen Plakate im Format A1, mit denen die Kleine Galerie für die Ausstellung wirbt. Auch die kleinen Plakate und Einladungen ziert dieses Motiv. Bernhard Kretzschmar ist ein Name, mit dem Döbeln über die Kreis, -wenn nicht gar Landesgrenze hinaus punkten kann. "Wenn ich Bekannten in Dresden erzähle, dass wir in Döbeln eine Kretzschmar-Ausstellung vorbereiten, sind sie begeistert", sagt Kuratorin Dr. Anke Fröhlich-Schauseil, die die Stadt als fachkundige Partnerin für die Ausstellung gewinnen konnte.

 

Die Exposition ist geteilt, wie Galerie-Leiterin Kathrin Fuchs erläutert: "Wir zeigen nicht nur die Werke, sondern auch eine umfangreiche Dokumentation. Zum Beispiel mit Döbelner Notgeld-Banknoten aus der Inflationszeit, für die Bernhard Kretzschmar die Entwürfe geliefert hat." Der Maler war auch als Graphiker tätig.

 

Und natürlich wird auch das Bild von den Plakaten zu sehen sein, das mit der Pferdebahn eine typisch Döbelner Besonderheit zeigt. 1927 gelangte es in den Besitz der Stadt, die es für 2500 Reichsmark abkaufte, was damals viel Geld war. Das Bild - Kathrin Fuchs nennt es wegen seiner Größe liebevoll-scherzhaft "Riesenschinken" - lagert derzeit noch fachgerecht verpackt im Magazin. Vom Malstil her passt die Bezeichnung "Riesenschinken" so gar nicht dazu. Da denkt man an überladene Ölgemälde. Nicht jedoch an die Neue Sachlichkeit, als dessen bedeutender Vertreter Bernhard Kretzschmar gilt. Die Darstellung auf das Wesentliche beschränkt - und trotzdem fallen etliche Details langsam ins Auge: Aus einem Fenster hängt eine Gardine raus, eine alte Frau steht mit krummen Rücken vor einem Fenster, die nicht gerade überfüllte Pferdebahn rollt durch den Vordergrund, darin steht unter anderem ein dicker Mann. Und über allem schwebt die Sachsenfahne. Es ist die Mischung aus Abstraktion - Gesichtsdetails der Menschen fehlen - und Gegenständlichkeit - Proportionen und Perspektive stimmen - die immer wieder den Blick auf das Bild "Döbeln am Sonntag, Johannesstraße" ziehen. "Neben Otto Dix und George Grosz spielte Bernhard Kretzschmar eine Hauptrolle in dieser Stilrichtung", sagt Anke Fröhlich-Schauseil. Einen Großteil der Werke, darunter nicht nur Gemälde, sondern auch Graphiken, stammen aus öffentlichen Sammlungen. Zum Beispiel aus dem Albertinum in Dresden und dem Lindenau-Museum Altenburg. "Hauptleihgeber sind die Nachkommen des Malers", sagt Anke Fröhlich Schauseil.

Dirk Wurzel

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