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Altenburg Doppelweltmeister spielt Altenburgern gut in die Karten
Region Altenburg Doppelweltmeister spielt Altenburgern gut in die Karten
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00:17 24.07.2018
Andreas Backhaus aus Berlin und die Altenburgerin Nicole Habeck starten beim internationalen Skatcup auch im Mixed. Doppelweltmeister Backhaus spielt seit geraumer Zeit ohnehin beim Altenburger Club „18 und weg“, der in die zweite Bundesliga aufgestiegen ist. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

In den zurückliegenden Tagen bestimmten 32 Karten die Abläufe bei Nicole Habeck und Andreas Backmann. Die beiden sind nicht nur in der Einzelkonkurrenz beim Internationalen Skatcup des Deutschen Skatverbandes im Goldenen Pflug dabei. Die Altenburgerin und der Berliner bilden in der Mixed-Konkurrenz auch ein Team. „Mal sehen, was rauskommt. Aber mit Andreas zusammen ist schon einiges möglich. Und außerdem lerne ich von ihm“, sagt die 41-Jährige, die seit ihrem 17. Lebensjahr leidenschaftlich gern Skat spielt.

„Das habe ich damals im Jugendklub Rote Zora gelernt, wo alle skateten und ich mit dabei sein wollte“, sagt Nicole, die schon seit Jahren aus ihrer Leidenschaft für die 32 Karten ihren Beruf gemacht hat: Sie leitet die Geschäftsstelle des DSkV in Altenburg.

Doppelweltmeister griff mit sieben das erste Mal zu den Karten

Schon mit zarten sieben Jahren hat Andreas Backhaus das Faible für Bube, Dame, König und Ass ergriffen und nicht mehr losgelassen. „Skat ist kein Glücksspiel. Vielmehr verlangt es logisches Denken, Strategie, Taktik und einiges Durchhaltevermögen. Ja, es ist Sport“, bricht der 56-jährige Berliner entschieden eine Lanze für das Reizen und Stechen. Der übrigens bereits einige Meriten vorzuweisen hat: 2002 und 2012 war er Weltmeister.

„Vor solchen großen Turnieren treibe ich auch verstärkt Sport, um meine Fitness zu stärken. Denn neun Serien, wie hier in Altenburg, dauern insgesamt 18 Stunden. Dafür braucht man schon Puste“, sagt Backhaus. Manche Leute lachen ihn deshalb aus, aber wer so lange Turniere selber erlebt hat, der weiß, was die abverlangen.

Übrigens: In Berlin war Backhaus 2012 sogar als Kandidat bei der Wahl zum Sportler des Jahres im Gespräch. „Immerhin war ich in diesem Jahr der einzige Weltmeister, der aus Berlin kam. Aber leider wurde ich nicht aufgestellt, weil sich offenbar jene durchgesetzt hatten, für die Skat kein Sport ist.“

Neue Herausforderung gesucht

Dass die beiden nun gemeinsam im Mixed antreten, wo die Teams aus jeweils einer Frau und einem Mann bestehen und die Spiele gemeinsam gewertet werden, ist übrigens kein Zufall. Denn seit geraumer Zeit startet Backhaus für den Altenburger Skatclub „18 und weg“, für den auch Nicole an den Start geht. „In Berlin habe ich eigentlich alles abgegrast, was abzugrasen geht. Deshalb suche ich jetzt in Altenburg eine neue Herausforderung“, sagt der Doppelweltmeister, dank dessen Hilfe „18 und weg“ in der zurückliegenden Saison auch den Aufstieg in die zweite Bundesliga geschafft hat. „Altenburg hat für jeden passionierten Skatspieler den besonderen Charme, dass hier nachweislich alles begann, dass hier die Wiege dieses tollen Spiels stand“, fügt er noch hinzu.

Und Nicole? Ja, sicher will sie von ihrem Mixed-Partner noch einiges dazu lernen. Aber drauf hat die junge Frau den Zauber der Karten schon jetzt perfekt. „Dieses Spiel bietet unzählige Möglichkeiten. Das macht es ja unterm Strich so reizvoll. Und man lernt niemals aus und entdeckt immer Neues.“

Samstagabend werden auch die beiden den Abschluss des Skatcups mit den anderen feiern. „Unterm Strich klingen neun Serien zu je 48 Spielen ja ziemlich viel. Aber die Zeit wird auch wie im Flug vergehen“, meint Backmann überzeugt.

Von Jörg Wolf

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