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Dorf- und Kommunikationsplatz Kosma steht in den Startlöchern

Lebendiges Dorf Dorf- und Kommunikationsplatz Kosma steht in den Startlöchern

Er soll ein kommunikativer Mittelpunkt im Ort werden: Für Feierlichkeiten, für Schulklassen und für Begegnungen. Die Anwohner machen sich Sorgen um fehlende Parkplätze und den Sinn eines solchen Platzes.

Noch ist der Platz ohne richtige Verwendung – wird als Parkplatz genutzt. Hier soll im nächsten Jahr Leben eingezogen sein.

Quelle: Tatjana Kulpa

Kosma. Lange wurde über ihn nur gesprochen, jetzt geht es endlich los. In der kommenden Woche fällt der Startschuss für die Bauarbeiten für den Dorf- und Kommunikationsplatz in Kosma. In einer Bürgerinformationsveranstaltung stellte Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) im Dorfgemeinschaftshaus die Pläne vor. Viele interessierte Bürger waren gekommen, um sich die Ausführungen anzuhören.

„Wir wollen hier einen Platz schaffen, auf dem man sich treffen kann, der vielleicht auch für Feste genutzt werden kann“, so das Stadtoberhaupt. Nächste Woche sollen die Arbeiten starten. Dann wird eine Garage abgerissen, um Platz zu schaffen.

Insgesamt wird das Gelände ein wenig begradigt. Der 1200 Quadratmeter große Platz soll aus einer befestigten Schotterfläche bestehen, die wiederum mit Laufstreifen aus Granitplatten durchzogen sein soll. Außerdem wird eine Baumhülse eingesetzt, so dass ein Weihnachts- oder Maibaum aufgestellt werden kann. „Ich hoffe natürlich, dass dieser nicht direkt wieder umgefahren wird“, scherzte Wolf mit einem Augenzwinkern. Am Wochenenden hatte ein Laster das erst kürzlich auf dem Altenburger Markt aufgestellte Spielgerät umgefahren und irreparabel beschädigt (die OVZ berichtete).

Ein Highlight, das vor allem Schulklassen nach Kosma locken soll, wird ein grünes Klassenzimmer sein. Dieses stieß aber nicht überall auf positive Resonanz. „Glauben Sie, dass Schulklassen hier her kommen und das nutzen?“, fragte eine Bürgerin. Der Oberbürgermeister zeigte sich zuversichtlich und gab zu bedenken: „Bei einem Förderantrag machen solche Details viel aus und helfen im Ranking um die finanziellen Mittel, die Chancen zu erhöhen.“ Außerdem, so ein weiterer Einwurf, sei Kosma aufgrund seiner guten Erreichbarkeit immer wieder ein Ausflugsziel für Schulklassen aus Altenburg.

Insgesamt kostet das Vorhaben, das neben Tiefbauarbeiten und Entwässerungsmaßnahmen auch Landschaftsgestaltung umfasst, 85 000 Euro. 64 000 Euro werden über das Leader-Programm gefördert.

Für Unmut sorgte bei den Anwohnern auch, dass das derzeit vorrangig als Parkfläche genutzte Areal dann nicht mehr in dem Maße zur Verfügung steht. „Vor allem, wenn im Gasthof eine Veranstaltung ist, parken hier viele Fahrzeuge“, sagte ein Anwohner. Und nicht nur dort. „Genauso sieht es dann in den restlichen Straßen aus.“ Hier bat das Stadtoberhaupt die Bürger, sich bei Verstößen gegen die Parkordnung an das Ordnungsamt oder die Feuerwehr zu wenden.

Nach der Umgestaltung soll ein Teil der Fläche dennoch weiter zum Parken genutzt werden können. Auch das dahinter liegende Feld wird für den Bauern erreichbar bleiben. „All das sind Faktoren, die wir in der Planung berücksichtigt haben“, versprach Wolf. Er sei überzeugt, dass ein solcher Platz einen Mehrwert für Kosma biete und neben Schulklassen auch andere Spaziergänger und Fahrradfahrer anlocken werde. „Damit wird Kosma noch weiter aufgewertet.“ So soll es auch eine kleine Treppe zur Blauen Flut geben – hier könnten etwa Schüler dann Wasserproben nehmen. Sitzgelegenheiten werde es außerdem geben.

Vom Endergebnis können sich die Kosmaer und Altenburger dann im kommenden Frühjahr überzeugen. Dann sollen die Arbeiten am Platz fertig sein.

Von Tatjana Kulpa

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