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Altenburg Drei Behörden starten Altenburger Jugendberufsservice
Region Altenburg Drei Behörden starten Altenburger Jugendberufsservice
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06:00 08.02.2018
Unter dem Dach von Arbeitsagentur und Jobcenter in der Fabrikstraße sollen bis Mai auch Mitarbeiter des Jugendamtes einziehen. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Junge Menschen ohne Berufsabschluss in Ausbildung bringen, Arbeit vermitteln, Jugendliche aufs Erwerbsleben vorbereiten, psychosozialen Probleme angehen: Die Aufgaben zur Senkung der Jugendarbeitslosigkeit sind vielfältig. Und sind in verschiedenen Behörden angesiedelt. Agentur für Arbeit, Jobcenter und Landratsamt wollen sich deshalb nun räumlich zusammentun. Für Jugendliche, die auf der Suche nach Ausbildung und Arbeit sind, wird es ab Mai nur noch eine Anlaufstelle im Landkreis geben, teilt das Jobcenter mit. Unter dem Motto „Level 3 – Jugendberufsservice Altenburger Land“ haben entsprechende Umbauarbeiten in der Fabrikstraße begonnen.

„Ziel des Projektes ist es, die Aktivitäten aller Akteure der Jugendarbeit zu bündeln, bürokratische Hürden zu beseitigen und Jugendlichen in den verschiedensten Lebenslagen schnell und effizient zu helfen“, sind sich die Chefinnen der drei beteiligten Behörden, Heike Praetz, Michaele Sojka und Birgit Becker, einig. Die Jugendlichen und Heranwachsenden sollen zwischen den Institutionen nicht mehr „verloren“ gehen, weil sie die Zuständigkeiten von Jobcenter, Agentur und Jugendamt nicht überblicken können. Schließlich ist für die Leistungen des SGB II das Jobcenter zuständig, für die Berufsberatung, Berufsvorbereitung und Ausbildungsförderung die Arbeitsagentur, für die Betreuung zum Beispiel in familiären Konfliktsituationen das Jugendamt. Dementsprechend sollen künftig in der Fabrikstraße neben Ausbildungs- und Arbeitsvermittlung beispielsweise auch Ansprechpartner des Jugendamtes und Sozialarbeiter unter einem Dach sitzen. Darüber hinaus sollen perspektivisch weitere Partner der Jugendsozialarbeit – wie Streetworker, Schuldner-, Sucht- und psychosoziale Beratung – in das Netzwerk integriert werden.

„Unser Projekt nimmt bereits Gestalt an. Die Arbeiten zum Umbau eines ehemaligen Großraumbüros in der dritten Etage der Arbeitsagentur sind in vollem Gange“, erläutert die Jobcenterchefin Heike Praetz. Eine Altenburger Erfindung ist das allerdings nicht. Deutschlandweit wurden bereits 290 dieser sogenannten Jugendberufsagenturen eingerichtet. 90 Prozent der Agenturen für Arbeit und mehr als 70 Prozent aller Jobcenter sind daran beteiligt, ebenso 190 Landkreise und 156 Städte.

Von Kay Würker

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