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Drohendes Aus trifft zehn Regelschulen

Drohendes Aus trifft zehn Regelschulen

Das Projekt Berufsstart Plus droht zu kippen, weil die Finanzierung nicht gesichert ist. Betroffen davon wären zehn Regelschulen im Altenburger Land. Ebenso soll den an diesen Schulen tätigen Berufsbegleitern gekündigt werden.

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Quelle: Fuchs

Landrätin Michaele Sojka (Linke) fordert daher von der Landesregierung eine Garantie, das Projekt fortzusetzen.

 

Berufsstart Plus, finanziell gefördert von der Europäischen Union, unterstützt seit zehn Jahren Jugendliche bei der Berufsvorbereitung. Im Altenburger Land gehören dazu die Regelschulen in Schmölln, Treben, Gößnitz, Nöbdenitz, Rositz, Meuselwitz und Dobitschen, die sich in Trägerschaft des Landkreises befinden, sowie die Erich-Mäder-Schule, die Regelschule "Gebrüder Reichenbach" und die Regelschule "Dietrich Bonhoeffer", die zur Stadt Altenburg gehören.

 

"Nun aber soll den Berufsbegleitern im März gekündigt und das bewährte Projekt damit beendet werden." Das teilt das Landratsamt gestern in einer Pressemeldung mit. OVZ-Informationen zufolge sind davon drei bis vier Personen betroffen, die sich als Bindeglied zwischen Schule und Wirtschaft seit Jahren bewährt haben. Damit wegen der Fristen die Kündigungen vor Beginn des neues Schuljahres 2014/2015 wirksam werden, sollen sie im März ausgesprochen werden.

 

Der Grund der Entlassungen: Die finanziellen Mittel für Berufsvorbereitung und -orientierung sind im entsprechenden Programm der EU von 2014 bis 2020 zwar vorhanden, aber es fehlen die Richtlinien und es gibt keine klaren Absprachen, wie und wofür genau die Gelder eingesetzt werden.

 

Für Landrätin Michaele Sojka ist dies absolut unverständlich. Sie fordert daher schnellstens ein klares Konzept und eine Garantie, dass das Projekt Berufsstart Plus fortgeführt wird. "Seit zehn Jahren hat sich das Projekt bei uns im Landkreis bewährt, haben Schüler und Eltern davon profitiert. Es kann nicht sein, die Berufsorientierung künftig ausschließlich den Schulen zu überlassen", wird Sojka in der Pressemeldung zitiert. Die Regelschulen können das ihrer Meinung nach sowohl fachlich als auch personell überhaupt nicht leisten. "Angesichts des drohenden Fachkräftemangels müssen wir jeden einzelnen Schüler frühzeitig beruflich gut qualifizieren - entsprechend seiner Fähigkeiten und entsprechend unseres Fachkräftebedarfes hier vor Ort. Dazu braucht es ein breites Netzwerk."

 

Das Projekt setzt ab Klasse sieben mit einer praxisorientierten Berufswahlvorbereitung in vielfältigen Berufsfeldern ein. Zu diesem Zwecke kooperieren die Schulen mit verschiedenen Bildungsträgern. Die Regelschule "Am Eichberg" in Schmölln zum Beispiel pflegt seit vielen Jahren gute Kontakte zum Ostthüringer Bildungsverbund, zu den Euro-Schulen Altenburg sowie zum 1. Aus- und Weiterbildungsverbundes Altenburg (Awa). Die Gößnitzer Regelschule ist regelmäßig zu Besuch in der Bildungsstätte der Handwerkskammer in Gera-Aga. Bildungsbegleiter der Kammern unterstützen den Berufsorientierungsprozess bis zum erfolgreichen Übergang in Ausbildung oder Arbeit.

Jens Rosenkranz

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