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Altenburg E-Lok stattet Meuselwitzer Streckenabschnitt seit kurzem regelmäßigen Besuch ab
Region Altenburg E-Lok stattet Meuselwitzer Streckenabschnitt seit kurzem regelmäßigen Besuch ab
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19:00 08.02.2017
Drei Züge für die schwere Fracht: Eine E-Lok verkehrt seit Anfang des Jahres über die alten Gleise bei Meuselwitz. Da die aber nicht entsprechend gerüstet ist, wird der elektrische Triebwagen von zwei Dieselloks durch die Schnauderstadt gezogen. Quelle: Mario Jahn
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Meuselwitz

Bahnfreunde in Meuselwitz dürfen sich seit kurzem über ein neues Highlight freuen. Seit Anfang des Jahres verkehrt wöchentlich eine Elektro-Lok über die Schnauderstadt, die Lieferungen aus dem nordrhein-westfälischen Gladbeck in den Industrie- und Chemiepark Zeitz verfrachtet.

Der Clou: Bis Altenburg kann der Transport ganz dem Namen gerecht mit elektrischer Energie angetrieben werden. Für die restliche, nicht entsprechend gerüstete Strecke müssen in der Skatstadt dann gleich zwei Dieselloks vorgespannt werden, um die schwere Fracht – immerhin teils bis zu 20 Kesselwaggons – in Bewegung zu setzen. Insgesamt verfügt der Zugverbund so über ganze drei Lokomotiven. Ein interessanter Anblick, nicht nur für Eisenbahnfreunde, wie auch Eberhard Hanisch vom nahen Kohlebahnverein findet: „Es ist einfach schön zu sehen, dass die Strecke genutzt wird.“

Wirklich tot war die Verbindung indes nie. Nach dem Ende des Kraftwerks Mumsdorf übernahm die Industrie Transportgesellschaft Brandenburg mbH den Abschnitt von Altenburg in Richtung Meuselwitz. Für den verstärkten Verkehr sind indes nicht allein die Betreiber – von Meuselwitz bis Zeitz ist die Deutsche Regionalbahn GmbH zuständig – verantwortlich, sondern vor allem die durch das Junihochwasser 2013 zerstörte Flutgrabenbrücke bei Tröglitz, die die bisherige Schienenverbindung sicherstellte.

Da sich deren Reparaturen nach wie vor hinziehen, verkehren seither wieder vermehrt Güterzüge über das Meuselwitzer Schienennetz, um Materialien nach Tröglitz und Zeitz zu befördern. „Täglich kommt hier inzwischen mindestens ein Zug durch“, freut sich Hanisch.

Allerdings, das weiß auch er: Mehr als Frachtzüge werden es auf absehbare Zeit nicht werden. Für Personenverkehr seien weder von Kreis noch Land Pläne bekannt, zudem sei der Bahnhof selbst alles andere als in vorzeigbarem Zustand. Den Löwenanteil des Verkehrs im Umland fingen die entsprechenden Verkehrsverbünde ab. Sobald die bisherige Strecke wieder befahrbar ist, werde sich der Verkehr sicher wieder dorthin verlagern. „Das ist schon wirtschaftlich einfach günstiger“, gibt Hanisch zu.

Eine Hoffnung bleibt indes noch: Vielleicht könne der Abschnitt ja auch künftig zumindest von Sonderzügen weiterhin genutzt werden. Das Publikum dafür, so ist sich Hanisch sicher, sei jedenfalls vorhanden. Das zeigten schon die regelmäßigen Ausfahrten mit der Kohlebahn.

Von Bastian Fischer

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