Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Eckgrundstück an der Neuen Sorge in Altenburg verkommt zur Mülldeponie
Region Altenburg Eckgrundstück an der Neuen Sorge in Altenburg verkommt zur Mülldeponie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:24 09.12.2016
Das Grundstück an der Gabelentzstraße Ecke Neue Sorge wird zunehmend zur Müllentsorgung missbraucht. Quelle: Mario Jahn
Anzeige
Altenburg

Das Eckgrundstück an der Gabelentzstraße Ecke Neue Sorge verwahrlost seit Jahren. Das ärgert nicht nur die Stadt, sondern auch viele Anwohner. Da es sich in privater Hand befindet, könne die Stadt aber nur wenig dagegen unternehmen.

Kinder spielen auf vermüllten Grundstück

„Es ist eine riesengroße Schweinerei“, sagt Anne Mateev, Anwohnerin der Neuen Sorge. Als „Mülldeponie mit Schlossblick“, beschreibt sie das Gelände. Doch nicht nur für die Anlieger sei es ärgerlich, auch für Touristen, die die Straße als Aufgang zum Schloss nutzen, sei das Grundstück kein guter Eindruck von Altenburg. „Es ist interessant, immer wieder zu hören, wie der Tourismus in Altenburg angekurbelt werden soll. Ganz naheliegende Dinge werden aber komplett missachtet“, gibt die Altenburgerin zu bedenken. „Im Seitengebäude des Grundstücks spielen sogar trotz einstürzender Decken Kinder – mitten in einer Müllhalde.“

Die zunehmende Vermüllung auf dem Grundstück ist der Stadtverwaltung bekannt. Da es sich aber um ein Privatgrundstück handele, könne man die Fläche nicht einfach beräumen, heißt es aus dem Rathaus. Der Kontakt zum Besitzer sei bereits erfolgt, „der Eigentümer hält sich derzeit im Ausland auf, daher ist er für die Stadt schwer haftbar zu machen“, sagt Christian Bettels, Sprecher der Stadt Altenburg.

Stadtverwaltung sieht keine Gefahr für die Öffentlichkeit

Ein weiteres Hindernis sei, dass bei einer Räumung durch die Stadt Gelder aus Steuermitteln verwendet werden würden. Dies hätte dann zur Folge, dass weitere private Flächen im Stadtgebiet auf Kosten der Steuerzahler gesäubert werden müssten.

„Die Vermüllung des Grundstückes an der Neuen Sorge ist leider nicht das einzige Problem der Stadt“, sagt Christian Bettels. Es gäbe auch andere Ecken, mit anderen Problemen. „Das kann ich so nicht akzeptieren“, hält Anne Mateev dagegen. „Da muss die Stadt in den sauren Apfel beißen, so viele in diesem Ausmaß vermüllte Grundstücke haben wir in der Innenstadt nicht.“

Für die Stadt sei es ein „Ärgernis“ und ein „ungünstiger Fall“, denn das Betreten von Privatgrundstücken ist für die Behörde nur möglich, wenn eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung besteht, beispielsweise bei einstürzgefährdeten Häusern oder Dachziegeln, die herunterzufallen drohen. Das sei für die Stadt hier nicht der Fall. Auch die im Haus spielenden Kinder habe die Stadt so nicht wahrgenommen. „Für uns wäre aber mal interessant zu wissen, warum sich der Besitzer das Grundstück angeeignet hat und was er damit vor hat“, heißt es weiter aus dem Rathaus.

Und so bleibt es wohl vorerst bei dieser innenstädtischen Schmuddelecke.

Von Mathias Schönknecht

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Donnerstagabend ehrt das Landratsamt zum 26. Mal die erfolgreichsten Sportler des Altenburger Landes. Allerdings findet die Veranstaltung einige Wochen später statt als in den Vorjahren, was unter anderem an der in den vergangenen Monaten unbesetzten Stelle der Sportbeauftragten des Kreises liegt. Landrätin Michaele Sojka (Linke) stellt das jedoch anders dar.

11.12.2016

Der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV), dem auch das Altenburger Land angehört, sucht seit Längerem nach einem neuen, zukunftsfähigen Finanzierungsmodell. Denn die Kosten steigen – und damit immer wieder im August die Tarife. Nun wurden sechs Gutachten von vier Ingenieurbüros zu „ergänzenden Finanzierungswegen“ erarbeitet.

08.12.2016

Die Firma Holzwelten aus Fockendorf ist Spezialist für große Spielgeräte. Darüber hinaus werden die Experten oft für Spezialaufträge engagiert. Dazu gehört unter anderem das Ausstatten von Affengehegen in Tierparks mit speziellen Netzen. Dazu kommen Sonderanfertigungen wie Brücken oder Pfade für Zoobesucher.

08.12.2016
Anzeige