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Altenburg Ehemaliger Spielkarten-Chef weist Vorwürfe zurück
Region Altenburg Ehemaliger Spielkarten-Chef weist Vorwürfe zurück
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21:47 13.01.2012
Sven Marquart
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Altenburg

Sven Marquart hat die Vorwürfe, dass er neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Spielkartenfabrik Altenburg (ASS) selbstständig tätig gewesen sein soll, entschieden zurückgewiesen. "Das entbehrt jeglicher Grundlage und entspricht in keinster Weise der Wahrheit", erklärte der 50-Jährige nun. "Ich habe meine Selbstständigkeit vor Aufnahme meiner Tätigkeit als Geschäftsführer von ASS beendet und von da an meine gesamte Zeit und mein volles Engagement in das Wohl dieser mir sehr ans Herz gewachsenen Firma gesteckt."

Marquart war nach nur 150 Tagen Ende November überraschend entlassen worden. ASS begründete dies mit nicht zufriedenstellenden Umsatzzahlen. Zudem hieß es aus Unternehmenskreisen, dass Marquart seine Arbeit in Altenburg zugunsten seiner eigenen Firma vernachlässigt haben soll (OVZ berichtete).

Das dies offenbar nicht so war, bestätigte auch die im bayrischen Gmund ansässige Steuerkanzlei Ecovis, deren Mandant Marquart ist. In einem entsprechenden Schreiben heißt es: "Ab Frühjahr 2011 und bis zum heutigen Tage wurden laut vorliegender Buchhaltung keinerlei Umsätze im Rahmen der selbstständigen Tätigkeit mehr getätigt." Zudem versicherte Marquart, dass von diesem Zeitpunkt an "keinerlei Verkaufs-, Akquise- oder Kooperationsbemühungen mehr erfolgt sind und ich zu keiner Zeit auch nur den Ansatz eines Versuches unternommen habe, eigene Interessen zu vertreten".

Auch den von einer Sprecherin genannten Grund der Unzufriedenheit mit den Bilanzen sieht der Ex-Geschäftsführer anders. "Dass es zu meinem Ausscheiden durch Kündigung während der Probezeit gekommen ist, liegt an unterschiedlichen Erwartungen und Zielsetzungen, die während eines Meetings mit den Gesellschaftern zutage traten", so Marquart. "Nach fünf Monaten mit dem Ergebnis nicht zufrieden zu sein, das nur aus meinen Bemühungen des von anderer Seite eingeleiteten und von mir übernommenen zweiten Halbjahres herrühren kann, ist kein fairer und realistischer Grund."

Marquart hatte den Job des Geschäftsführers bei der zur belgischen Cartamundi-Gruppe gehörenden Spielkartenfabrik im Juli 2011 übernommen. Er trat damit die Nachfolge des bereits im Frühjahr aus privaten Gründen ausgeschiedenen ASS-Chefs Peter Warns an. Derzeit sucht das Unternehmen nach einem neuen Geschäftsführer. Bis dieser gefunden ist, füllt Cartamundi-Chef Chris Van Doorslaer diese Funktion aus. Das Tagesgeschäft führt Prokurist Klaus-Dieter Neumann.

Thomas Haegeler

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