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Altenburg Ehrenberg: Jetzt startet letzte Etappe
Region Altenburg Ehrenberg: Jetzt startet letzte Etappe
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00:30 10.09.2015
Schwere Technik ist in der Ehrenberger Schloßstraße im Einsatz. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg/Ehrenberg

Daneben werden auch noch Abwasserleitungen in den Straßen Fasanerie und Schmiedegasse verlegt. Bis Ende des Jahres soll das Ganze fertig und damit auch die Zeit der Verkehrseinschränkungen vorbei sein.

Wie der Wasserver- und Abwasserentsorgungsbetrieb Altenburg (Waba) mitteilte, wird im Zuge der Verlegung von jeweils rund 400 Metern Schmutz- und Regenwasserkanälen erneut durch Beteiligung der Stadtverwaltung Altenburg die Asphaltdecke in der Ehrenberger Lebensader und An der Fasanerie erneuert. Die Kosten, die die Stadt dabei trägt, belaufen sich auf 70 000 Euro. Weitere 15 000 Euro investiert das Landratsamt in den Asphaltausbau der Kreisstraße bis zum Abzweig Modelwitz. Die Hauptkosten von rund 360 000 Euro bleiben aber am Waba hängen.

Doch das sind Peanuts, wenn man die ersten beiden Bauabschnitte und die vorangegangene Abwasserüberleitung hinzuzieht. Denn die Gesamtkosten der seit 2008 laufenden Erschließung Ehrenbergs liegen mit über vier Millionen Euro um ein Vielfaches höher. Nötig wurde die Verlegung von etwa 4,5 Kilometern Leitungen im Ort und weiteren circa drei Kilometern Überleitungen, weil in Thüringen Abwässer nicht mehr in Flüsse entsorgt werden dürfen, damit die privaten Klärgruben stillgelegt werden mussten und es in den Vorjahren immer wieder zu Kanaleinbrüchen gekommen war.

"Seit 2006 gab es das Planungsvorhaben, in dem mehrere Varianten für die Abwassererschließung untersucht wurden", erinnert sich Waba-Projektleiter Ulrich Vanheiden an den nicht immer einfachen Bau. Doch letztlich sei sowohl eine Kläranlage für Ehrenberg und Umgebung durchgefallen als auch eine Druckleitung mit verschiedenen Pumpstandorten. "Am günstigsten erwies sich die Zentralpumpstation mit vier Pumpen, die in Paditz in acht Metern Tiefe errichtet wurde und die auf eine Förderhöhe von 80 Metern kommt."

Mit den Ergebnissen sind Vanheiden und Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) bisher zufrieden. Zumal es mit der Erschließung gelang, die störungsanfälligen Stromfreileitungen durch Erdkabel zu ersetzen, die Straßendecken zu erneuern und Glasfaserkabel zu verlegen, mit dem Ende vergangenen Jahres schnelles Internet in Ehrenberg einzog. Und: Die Anschlusskanäle für das auf dem Gelände der Ex-Kleingartenanlage "Abendruh" geplante neue Wohngebiet sind ebenfalls schon installiert.

"Es sind enorme Investitionen, die da getätigt wurden", sagte Wolf. "Die Datenkabel sind eine Chance für uns, selbst im Rahmen der Möglichkeiten als Kabelbetreiber tätig zu werden oder dies an Partner oder Firmen zu vergeben. Die Datenversorgung im ländlichen Raum wird ein Schwerpunkt unserer künftigen Arbeit sein."

Mit Blick auf die oft geäußerte Kritik, dass Altenburg zu wenig für seine ländlichen Ortsteile tue, erklärte der OB, dass die Stadt allein zwischen 2012 und 2016 über 200 000 Euro in die Straßen in Ehrenberg investiere - ganz zu schweigen von den rund 650 000 Euro Entwässerungsbeiträgen. "Damit haben wir ein Zeichen gesetzt, dass der Ortsteil ein prosperierender ländlicher Standort ist", so Wolf weiter. "2016 soll die Erschließungstraße zur alten Gartenanlage entstehen." Ziel sei, bereits im September/Oktober in die Vermarktung des Eigenheimstandorts einzusteigen. "Wir gehen davon aus, dass die Grundstücke weggehen wie warme Semmeln."

Aus der Osterländer Volkszeitung vom 08.09.2015

Thomas Haegeler

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