Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Ehrenberger Radballer spielen noch einmal groß auf
Region Altenburg Ehrenberger Radballer spielen noch einmal groß auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:38 05.01.2015
Bei ihrem letzten gemeinsamen Auftritt zeigen Rico Rademann (2.v.r.) und Mike Schroeter (r.) noch einmal ihr ganzes Können. Quelle: Jürgen Burkhardt

Denn mit nur einer Niederlage wurden Rico Rademann und Mike Schroeter am Sonnabend Zweiter bei ihrer Abschiedsvorstellung auf internationalem Radball-Parkett. Zudem machte sich Rico Rademann mit 17 Treffern ein vorzeitiges Geschenk zu seinem 31. Geburtstag am Sonntag und trieb den Zuschauern als bester Schütze des Turniers noch einmal die Tränen in die Augen.

In der harten Konkurrenz behaupteten sich die Rand-Altenburger gegen die Teams aus dem tschechischen Zlin, dem französischen Dorlisheim, dem brandenburgischen Großkoschen und der eigenen Reserve. Nur dem späteren Turniersieger aus dem belgischen Gent mussten sich Rademann/Schroeter geschlagen geben.

Gleich im ersten Spiel des Nachmittagsblocks brachte Knut Wesser bei der Vorstellung die Massen in Stimmung. Ehrenberg I gegen Ehrenberg II hieß die Begegnung. Hier waren sich die Zuschauer einig: Wie schade es ist, dass so ein Spitzenteam im deutschen Radball die Schuhe an den berühmten Nagel hängt. Ehrenbergs Zweite bekam dies zu spüren, denn Felix Dollmanski und Maik Etzold hatten keine Chance gegen die Angriffswucht der Ersten (2:8). International ging es in der nächsten Begegnung zu, die Gent mit einem 3:2 gegen Dorlisheim für sich entschied. Auch in der darauf folgenden Partie ging es ausgeglichen zu, weil Zlin und Großkoschen sich 2:2 trennten. Im Anschluss musste Dorlisheim alle Register ziehen, um keine höhere Niederlage gegen den Ex-Bundesligisten aus Ehrenberg zu kassieren. Die Blau-Gelben gewannen sicher 6:2. Dann bezwang Zlin Ehrenberg II mit 9:6.

Bevor Ehrenberg I das nächste Spiel absolvierte, trennten sich Gent und Großkoschen noch 7:2, und Dorlisheim besiegte Blau-Gelb II mit 6:2. Die für Ehrenberg in der neuen Bundesliga-Saison spielenden Großkoschener hatten auch in dieser Partie - wie des Öfteren in vergangenen Bundesliga-Begegnungen - gegen Rademann/Schroeter keine Chance. Die Blau-Gelben wurden durch die tobenden Zuschauer zu Weltklasse-Form getrieben. Rademann/Schroeter spielten groß auf und besiegten die Brandenburger mit 6:3. Gent zeigte im nächsten Spiel, dass der Turniersieg nur über sie geht. Die Belgier besiegten Zlin mit 4:2. Dorlisheim und Großkoschen trennten sich 4:4. Gent bestätigte in der Folge seine gute Verfassung gegen Ehrenberg II mit einen 9:5.

Beim Match Ehrenberg I gegen Zlin (4:2) sahen die begeisterten Zuschauer fantastische Spielzüge und sehr schöne Tore. Ehrenberg II konnte dann gegen Großkoschen trotz aufopferungsvollen Kampfes die Niederlage nicht verhindern (2:8). Das vorletzte Spiel gewann Dorlisheim gegen Zlin mit 3:1. Mit Spannung fieberten die Anwesenden nun dem letzten Spiel der Blau-Gelben entgegen. Der WM-Fünfte aus Gent war der Gegner. Die erste Hälfte konnten Rademann/Schroeter noch offen gestalten. Eine nicht nachlassende Genter Mannschaft erzielte aber im zweiten Abschnitt die Tore, die zum Turniersieg reichten. Ehrenberg verlor gegen einen fairen Gegner, der die nachlassende Konzentration der Blau-Gelben zum 5:1-Sieg nutzte. Ein würdiger Sieger.

Ehrenberg wurde als Zweiter geehrt, den dritten Platz belegten die Sportfreunde aus Dorlisheim. Großkoschen konnte als Vierter beglückwünscht werden. Fünfter wurde Zlin. Einen sechsten Platz belegte Ehrenbergs Zweite, die dennoch viel Sympathie und Anerkennung gewonnen hat. Die Ehrung des besten Torschützen brachte die Halle noch mal zum Kochen. Mit feuchten Augen und 17 erzielten Toren wurde Rico Rademann geehrt. Mit schier nicht endendem Beifall verabschiedeten die Fans ihre Sportler.

Bereits am Vormittag hatte das 37. Internationale Neujahrsturnier in der Ehrenberger Mehrzweckhalle mit dem Oberliga-Turnier begonnen. Dort lief es für die Gastgeber Jens Fröhling und Niklas Schlicht aber alles andere als optimal. Denn Ehrenberg III unterlag Eula (2:5), Fraureuth (3:5), Reideburg (2:9) und Langenwolschendorf (2:5). Etwas besser machten es die Nachbarn aus Langenleuba-Niederhain. So unterlagen Jan Mehnert und Marcel Taube zwar gegen Fraureuth (1:2), Reideburg (2:6) und Langenwolschendorfer (3:4), konnten Eula aber ein 3:3 abtrotzen.

In dem auf sehr gutem Niveau stehenden Oberliga-Turnier belegte Reideburg Rang eins, Zweiter wurde die SG Langenwolschendorf. Auf dem dritten Platz kamen die Sportfreunde aus Fraureuth ein. Vierter wurde Langenleuba-Niederhain, den fünften Tabellenplatz belegte der SV Eula. Für Ehrenberg III blieb als guter Gastgeber nur Rang sechs.

Jürgen Burkhardt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Präsident des Internationalen und des Deutschen Skatgerichts, Peter Luczak, ist am Silvestertag gestorben. Das teilt das Skatgericht in einer Pressemeldung mit.

02.01.2015

Der Vorstand des Kreissportbundes (KSB) hat ein durchwachsenes Fazit des zurückliegenden Jahres gezogen. Daher schwankte KSB-Chef Harald Moritz auf der jüngsten Hauptversammlung zwischen Lob und Schelte.

30.12.2014

Der Kreissportbund (KSB) und die Osterländer Volkszeitung (OVZ) setzen eine beliebte Tradition fort. Denn auch im nächsten Jahr gibt es eine Neuauflage der Sportlerumfrage.

29.12.2014
Anzeige