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Altenburg Ehrenhain: Neubau für den Fuchs verzögert sich um zwei Jahre
Region Altenburg Ehrenhain: Neubau für den Fuchs verzögert sich um zwei Jahre
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04:17 07.07.2017
Nur von außen macht der in die Jahre gekommene Fuchs noch etwas her. Bis zu einem Neubau müssen sich die Nutzer jetzt zwei weitere Jahre gedulden. Quelle: Mario Jahn
Nobitz

Der Nobitzer Bürgermeister Hendrik Läbe hat die Vereine von Ehrenhain am Donnerstag sozusagen zur Stunde der bitteren Wahrheit gebeten. Ort der Versammlung war natürlich die ohnehin von vielen Vereinen als Versammlungs- und Veranstaltungsort genutzte Fuchsbaude, umgangssprachlich nur Fuchs genannt.

Um genau dieses Gebäude am Ehrenhainer Waldsportplatz dreht es sich. Der lange geplante und von den Nutzern heiß ersehnte komplette Neubau ist nicht finanzierbar und kann weder in diesem noch im kommenden Jahr starten. „Wir planen aber fest mit dem Baustart im Jahr 2019“, versicherte Läbe.

Die Gründe für diesen Rückzieher sind vielschichtig, drehen sich im Kern aber ausschließlich um Geld, dass die Gemeinde derzeit für so ein millionenschweres Großprojekt nicht hat. Weshalb der Neubau vom Fuchs auch in dem am Mittwoch einstimmig von den Gemeinderäten beschlossenen Doppelhaushalt für die Jahre 2017 und 2018 nicht auftaucht. Mit der Ausnahme einer Verpflichtungsermächtigung für das kommende Jahr in Höhe von 100 000 Euro.

Ursprünglich gingen die erste Schätzungen von Planungs- und Baukosten in Höhe von rund einer Million Euro aus. Als dann die Vereine aufgefordert wurden, ihre Wünsche für den neuen Fuchs einzubringen, lag die Summe schon bei rund 1,55 Millionen Euro. Deshalb hatte der Gemeinderat schon eine Kostenobergrenze in Höhe von 1,35 Millionen Euro eingezogen, für die auch Fördermittel aus drei Fördertöpfen fließen sollten, erklärte Läbe.

Im Zuge der detaillierten Haushaltsberatung wurden die Eckzahlen für den bis 2018 geplanten neuen Fuchs nochmals genau unter die Lupe genommen. „Und da stellte sich nochmals ein neuerlicher immenser Kostenaufwachs um rund 500 000 Euro heraus“, erklärte das Gemeindeoberhaupt.

Verschärfend sei hinzugekommen, dass die Gewerbesteuereinnahmen um rund eine Million Euro eingebrochen sind, die Kreisumlage für die größte Landgemeinde um rund 600 000 Euro steigt, aber die Nobitz zugutekommende Schlüsselzuweisung vom Freistaat um den gleichen Betrag niedriger ausfällt.

„Das bringt uns momentan in die Situation, dass wir eine ausgeglichene Finanzierung nicht darstellen können. Vor allem, weil wir den nötigen Eigenanteil für den dritten Fördertopf nicht leisten können“, so das Gemeindeoberhaupt.

Der neue Bautermin 2019 soll nun auf jeden Fall gehalten und die Finanzierung in den folgenden anderthalb Jahren so festgezurrt werden, damit nichts mehr anbrennen kann. „Wir als Gemeinde werden uns dahinterklemmen. Egal, was kommt“, so Läbe unmissverständlich. Die Grundlage dafür werde mit der schon im aktuellen Haushalt festgeschriebenen Verpflichtungsermächtigung für den Abriss und Neubau gelegt.

Nicht nur im 800 Einwohner zählenden Nobitzer Ortsteil Ehrenhain ist der Fuchs das kulturelle Zentrum. Der SV Ehrenhain mit seinen Verbandsligafußballern hat hier ebenso seine Heimat wie die Landfrauen, die Volkssolidarität sowie der Frauentreff. Zudem diente der Fuchs auch als Wahllokal sowie Notquartier für den örtlichen Kindergarten, der vom Hochwasser verschluckt wurde. Aber die Bausubstanz ist verschlissen und nicht mehr sanierbar.

Von Jörg Wolf

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