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Ehrenmedaille der Stadt Altenburg für Bernhard Vogel

Auszeichnung auf Neujahrsempfang Ehrenmedaille der Stadt Altenburg für Bernhard Vogel

Im Mai vergangenen Jahres hatte der Stadtrat einstimmig beschlossen, dem langjährigen Thüringer Ministerpräsidenten Bernhard Vogel die Ehrenmedaille der Stadt Altenburg zu verleihen. Zum Neujahrsempfang der Stadt am Freitagabend im Goldenen Pflug bekam sie der 83-Jährige überreicht. Laudator war Stadtratsvorsitzender Sandy Reichenbach.

Oberbürgermeister Michael Wolf (l.) überreicht Bernhard Vogel die Auszeichnung. Der Vorsitzende des Stadtrates, Sandy Reichenbach (r.) hielt die Laudatio.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Im Mai vergangenen Jahres hatte der Stadtrat einstimmig beschlossen, dem langjährigen Thüringer Ministerpräsidenten Bernhard Vogel die Ehrenmedaille der Stadt Altenburg zu verleihen. Zum Neujahrsempfang am Freitagabend bekam sie der 83-Jährige überreicht. Es ist Anerkennung und Dank zugleich für das, was der CDU-Politiker nicht nur während seiner Amtszeit (1992 bis 2003) für die Skatstadt getan hat und eine Würdigung seiner Lebensleistung.

Den Versuch, dies allumfassend zu tun, hat Laudator Sandy Reichenbach gar nicht erst unternommen. Der Vorsitzende des Stadtrats fand vielmehr einen sehr persönlichen Weg, sich einem Mann zu nähern, mit dem ihm außer der Parteizugehörigkeit nach eigenem Bekunden eigentlich nicht viel mehr verbindet „als die Schuhgröße und die Stadt Gießen“. Denn als Reichenbach vor Jahren in einem Erfurter Ministerium seinen Dienst antrat, war Vogel schon im Ruhestand. „Doch auf den Fluren wehte noch der Wind des ehemaligen Ministerpräsidenten“, erinnerte sich der 42-Jährige. Unvergessen sei das Engagement von Bernhard Vogel vor allem für das Altenburger Schloss. Kaum im Amt hatte er 1992 zu seinem 60. Geburtstag gebeten, auf Geschenke zu verzichten und statt dessen für das Schloss zu spenden. Sage und schreibe 350 000 D-Mark waren damals zusammengekommen. Nicht unerwähnt bleiben soll der Einsatz des Christdemokraten für den ersten Thüringentag 1996 in Altenburg, seine Unterstützung der freien Grundschule Rahn und seine Affinität zum Skatspiel. „Nie vor ihm und bislang auch nicht nach ihm hat sich ein Erfurter Politiker so für diese Stadt engagiert“, fasste es Sandy Reichenbach zusammen.

Nachdem Vogel die schwierige Situation, die Deutschland im neuen Jahr zu bewältigen hat, an den Anfang seiner Rede stellte, nahm er die Würdigung seiner Person eher locker. „Meine Mutter hätte sich sehr gefreut, und mein Väter hätte die Hälfte für zutreffend gehalten“, kokettierte er lächelnd mit so viel Lob. Er erinnere sich noch sehr gut an seinen ersten Besuch in Altenburg – 1992 an der Seite von Bundespräsident Richard von Weizsäcker. Als erstes habe ihn damals das Schloss angezogen und die Tatsache, dass Barbarossa 1180 Otto von Wittelsbach mit dem Herzogtum Bayern belehnte. „Ich bin nicht ganz sicher, ob Herr Seehofer und Herr Söder das wissen ...“

Noch heute zeigt Bernhard Vogel seine Verbundenheit mit dem Schloss als Ehrenvorsitzender des Schlossvereins. Und seine Schirmherrschaft für die Freie Grundschule Rahn habe ihn mehr Verpflichtungen eingebracht als damals zu erwarten war. Jetzt solle er für die Rahn-Gruppe nach Kairo fliegen, um dort eine ähnliche Schule einzuweihen. „Doch die Ehrenmedaille verpflichtet nun auch für die Zukunft. Ich werde ein Freund Altenburgs bleiben, und wenn Sie mich brauchen, bin ich hier;“ versicherte Bernhard Vogel.

Die Ehrenmedaille

Die Ehrenmedaille ist eine der höchsten Ehrungen, die die Skatstadt zu vergeben hat. Sie folgt nach der Ehrenbürgerschaft und einer Straßenbenennung an dritter Stelle. Die Stadt ehrt damit Persönlichkeiten, die sich besondere Verdienste in den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Soziales, Kultur, Sport und/oder Politik erworben haben und darüber hinaus dem Wohl der Stadt Altenburg und/oder ihrer Einwohner dienen. Die Medaille besteht aus Feinsilber und hat die Form einer Münze. Sie zeigt auf der Vorderseite das Stadtwappen sowie den Schriftzug „Stadt Altenburg“ und auf der Rückseite den Schriftzug „Ehrenmedaille“, das Verleihungsjahr und den Namen des Geehrten.

Von Ellen Paul

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