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Altenburg Eigentümer löst Rätsel um abgestürzte Lampenschirme
Region Altenburg Eigentümer löst Rätsel um abgestürzte Lampenschirme
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00:32 06.05.2018
Keine Tauben, sondern Kinder haben die Lampenschirme vom Kronleuchter in der Empfangshalle des Altenburger Bahnhofs heruntergeholt. Quelle: Thomas Haegeler
Altenburg

Gut einen Monat nach dem mysteriösen Absturz von Lampenschirmen im Altenburger Bahnhof ist das Rätsel gelöst. Wie der Eigentümer, die Frankfurter Firma Aedificia Infrastruktur- und Entwicklungsgesellschaft, auf OVZ-Nachfrage mitteilte, sind nicht die zunächst in Verdacht geratenen Tauben, sondern Kinder verantwortlich für die Sachbeschädigung mit Gefahrenpotenzial.

Das sei das Ergebnis der Recherchen seines zuständigen Kollegen, so Aedificia-Geschäftsführer Stefan Steinert. „Gemäß den Aussagen unserer dortigen Mieter“ haben „Kinder mit einer sogenannten Spatzenschleuder die Lampen herunter geschossen. Also die Tauben waren es nicht.“

Eigentümer verzichtet auf Strafanzeige

Auf eine Strafanzeige verzichtete man allerdings. „Um Gottes Willen nein“, sagte Steinert dazu, bezweifelte den Sinn und verwies darauf, dass die Polizei Wichtigeres zu tun hat. „Das war ein Lausbubenstreich. Wenn jemand mit einer Pistole geschossen hätte, wäre das etwas anderes gewesen. Aber so...“

Angesichts dieses Hintergrundes fühlte sich Steinert an die eigene Kindheit erinnert. „Wenn ich das gemacht hätte, hätte es den Allerwertesten voll gegeben“, erklärte der Geschäftsmann angesichts einer strengen Mutter aus Preußen. „Und zwar zwei Mal – ein Mal, weil ich das gemacht habe und ein zweites Mal, weil ich mich dabei habe erwischen lassen.“

Fieberhafte Suche nach Ersatz

Aktuell fehlen die drei abgeschossenen Lampenschirme des Kronleuchters in der Empfangshalle des zwischen 1876 und 1879 im Stile der Neorenaissance erbauten Bahnhofs noch immer. Das Problem: Es sind Sonderanfertigungen. Daher wird es „sicherlich einige Zeit benötigen, die Reparatur umzusetzen“, so Steinert, der derzeit noch versucht herauszubekommen, wo diese genau entstanden sind. „Das muss irgendwo in Thüringen gewesen sein.“ Eventuell habe die Deutsche Bahn, von der Aedificia das Gebäude im Dezember gekauft hatte, noch Ersatz vorrätig, was gerade geprüft werde. „Wir müssen da etwas tun.“

Das gilt möglicherweise auch für das Taubenproblem, das sich nach der Vergrämung auf den Bahnsteigen nun in die Empfangshalle verlagert. Das hat sich Steinert kürzlich bei einem Vor-Ort-Termin angeschaut.

Von Thomas Haegeler

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