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Altenburg Ein Hauch von Nostalgie: Gaby Rückert und Ingo Koster im Altenburger Teehaus
Region Altenburg Ein Hauch von Nostalgie: Gaby Rückert und Ingo Koster im Altenburger Teehaus
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17:00 19.05.2016
„Zwischen Dur und Moll“: Gaby Rückert und Ingo Koster spielten im Altenburger Teehaus Songs aus ihrem langjährigen Schaffen. Quelle: Jens Paul Taubert
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Altenburg

Es wird gesagt, dass beim ersten Treffen eines sich liebenden Paares das liebend Weib auf das Bettkopfkissen des Mannes die 1980 erschienene LP „Berührung“ von Gabi Rückert gelegt habe. Das sei der Beginn einer starken Liebe gewesen. Es gibt kein Lied, das in Text und Musik so schön und lyrisch das Verlangen nach körperlicher Berührung aussagt, wie diese Ballade – von Thomas Natschinski erdacht und von der damals jungen Gabi Rückert interpretiert.

Nun war diese wieder live zu erleben, am Mittwochabend im Teehaus beim Konzert des Teehaus-Fördervereins mit ihrem Partner Ingo Koster. „Erinnerungen in Dur und Moll“ nannten sie ihr Programm, so wie Liebe und Leben auch verlaufen. Es wurde ein Abend der Gefühle und der Liebe, geprägt von Besinnlichkeit, der das Herz weit öffnete und die zahlreichen Besucher wohl glücklicher in den Abend entließ als sie gekommen waren.

Es war das Schöne dieser erneuten Begegnung nach langer Zeit, Gaby Rückert so zu erleben, wie man sie in Erinnerung hat: undivenhaft, lebensbejahend, als Mensch und Künstlerin sich treu geblieben. Rückert verleiht mit ihrer warmen Stimme und feinem interpretatorischen Gespür dem Alltäglichen und dem normalen Liebesgefühl den Hauch von etwas Besonderem.

Und das Urgestein der DDR-Beatmusik, Ingo Koster, ist ihr ein adäquater Partner, sowohl im Leben als auch in ihrer künstlerischen Ergänzung. Ausdruck dessen ist ihr gemeinsames Album „Zwischen Liebe und Schmerz“. Da sind sie wieder, diese beiden Pole des Lebens und jeglicher Liebe, dieses „Dur und Moll“ im Titel ihres Programms. Und sie tauchen auf in ihren lockeren Plaudereien zwischen den einzelnen Songs.

Der Abend erhielt musikalisch seine besondere Note durch das Zusammenwirken von Stimme und Gitarre. Das war u.a. bei den ersten Titeln „Schneewittchen hat`s gut“, „Teil mit mir“ und „Kinderzeit“ der Fall. Wo die Gitarre allein nicht mehr ausreichte, wurde halb-playback gesungen: Die „fehlende“ Musik wurde dezent aus der Konserve eingespielt.

Natürlich gab Ingo Koster seinen Kulthit „An der Mokka-Milch-Eisbar“ mit zum Programm, wobei ihm das Publikum gut unterstützte. Die gemeinsamen Titel „Fangen wir noch mal an“, „Halt dich nah bei mir“, „Die alte Schule“, „Bilder“ und „Der Sand von Rügen“ führten hin zu dem eingangs erwähnten Titel, den alle erwarteten: „Berührung“.

Der Beifall war so stark, dass er noch zu Zugaben führte: „Wie aus dem Fels ein Stein, so wird unsere Liebe sein“ und zu dem Abschlusstitel „Alle Menschen haben schon die Augen zugemacht, dann also Gute Nacht!“

Von Manfred Hainich

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