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Ein Haus mit bewegter Geschichte

Ein Haus mit bewegter Geschichte

Die schräg gegenüber dem Amtsgericht gelegene Immobilie, einigen Altenburgern auch als "Kanzleigebäude" ein Begriff, ist seit Jahren ungenutzt und verfällt."Das Gebäude ist von herausragender städtebaulicher und denkmalpflegerischer Bedeutung und liegt am ältesten Platz der Stadt, dem Brühl - eingebettet zwischen Bartholomäikirche, Amtsgericht, Skatbrunnen und dem Seckendorff-Palais", begründet Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) die Entscheidung zum Kauf.

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Das Gebäude in der Burgstraße 17 hat schon viele Nutzer gehabt. Jetzt steht es aber schon seit vielen Jahren leer.

Quelle: Ronny Seifarth

Die schräg gegenüber dem Amtsgericht gelegene Immobilie, einigen Altenburgern auch als "Kanzleigebäude" ein Begriff, ist seit Jahren ungenutzt und verfällt.

 

"Das Gebäude ist von herausragender städtebaulicher und denkmalpflegerischer Bedeutung und liegt am ältesten Platz der Stadt, dem Brühl - eingebettet zwischen Bartholomäikirche, Amtsgericht, Skatbrunnen und dem Seckendorff-Palais", begründet Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) die Entscheidung zum Kauf. Deshalb übernehme die Stadt Verantwortung, um das Haus zu sichern und wieder zukunftsfähig zu machen.

 

Als die Immobilie 2012 versteigert werden sollte, habe die Stadt einfach nicht die notwendigen Mittel gehabt, sie zu erwerben. Deshalb sei damals die VR Bank eingesprungen, so Wolf dankbar.Er betonte, dass es sich um eine Einzelfall-Entscheidung handelt und die Stadt nach wie vor nicht sämtliche, vom Verfall bedrohten Häuser kaufen könne und restaurieren könne. Für eine Sanierung hofft Wolf nun auf entsprechende Fördermittel. Eine potenzielle Nutzung gibt es seiner Aussage zufolge noch nicht.

 

Das Haus hat eine bewegte Geschichte. Bauhistorische Untersuchungen haben laut Informationen der Stadtverwaltung ergeben, dass der Gesamtkomplex aus verschiedenen Einzelgebäuden besteht, die im Zeitraum von 1470 bis 1604 errichtet worden sind. Bis 1728 war es der Sitz der Landesregierung, anschließend bis 1831 Amtshaus. Ab 1831 waren in dem Gebäude Landesjustizkollegium, Rentamt und Forstkasse untergebracht. Ab 1880 wurde es als Landratsamt sowie Steuer- und Rentamt genutzt.

 

Im 20. Jahrhundert diente das Gebäude zunächst ab 1905 als städtische Knaben- und Fortbildungsschule. 1920 zogen mit dem Wohlfahrtsamt und dem Arbeitsamt wieder Behörden ein. Ab 1950 wurde das Gebäude als Internat des Instituts für Lehrerbildung genutzt und von 1966 bis 1993 war dort das Ausländerinternat der Fachschule für Tropische Landwirtschaft.

Ellen Paul

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