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Altenburg Ein Läufer mit großem Herz
Region Altenburg Ein Läufer mit großem Herz
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20:28 17.07.2013
Paul Menges bei seinem Altenburger "Zieleinlauf" am Großen Teich. Quelle: Mario Jahn

"Ich war etwas schnell unterwegs und deshalb sind wir etwas zu zeitig da", sagt Paul Menges fast ein wenig entschuldigend.

Eine halbe Stunde vor dem avisierten Ankunftstermin kam der Odenwälder am Dienstag an den Großen Teich in Altenburg gejoggt. Über 50 Kilometer hatte der 51-Jährige, der Vormittag in Gera aufgebrochen war, an diesem Tag schon in den Beinen. "Der Ischiasnerv zwickt ein wenig. Aber ansonsten fühle ich mich gut", plauderte Paul Menges, als wäre so eine gelaufene und mit dem Rad gefahrene Marathondistanz das Normalste auf der ganzen Welt.

Für den Erlbacher scheint dies auch zu stimmen. Denn seit dem 7. Juli absolviert er tagtäglich per pedes so eine Distanz. Von Erlbach über 860 Kilometer bis in die Bundeshauptstadt Berlin, wo er am 25. Juli eintreffen will. Paul Menges schwitzt für einen guten Zweck: Auf den 16 Etappen quer durch Deutschland ist er als Botschafter für die Kinder-Herzstiftung unterwegs und wirbt gleichzeitig dafür, dass die Menschen mehr Sport treiben, um gesund zu bleiben.

Der 51-Jährige, der 25 Jahre seines Lebens als Banker im Außendienst gearbeitet hat, erlebt am eigenen Leib, wie einen beispielsweise ein Herzinfarkt aus der Bahn werfen kann. "Zwar laufe ich begeistert seit meiner Kindheit. Aber vor einigen Jahren hatte ich selber einen sogenannten stillen Infarkt, den ich erst überhaupt nicht bemerkte."

"Auch weil mein Körper dank des schon immer großen Laufpensums austrainiert war, habe ich das alles recht gut überstanden." Darauf will er mit seinem Etappenlauf gen Berlin aufmerksam machen. "Und ich will die Leute motivieren, sich über eine Distanz anzuschließen und Geld für die Stiftung zu sammeln."

Das Zwischenergebnis am Dienstag in Altenburg konnte sich da schon sehen lassen: Über 6000 Euro hatte Paul Menges beisammen, als er in der Skatstadt Zwischenstation machte.

"Die Aufnahme hier war sehr herzlich. Ich fühle mich sehr wohl", sagte er nach einer ersten Verschnaufpause. Wie überhaupt in ganz Thüringen. "Sehr nette und interessierte Menschen." Vor allem der Empfang in Gera, als sogar eine Kindergruppe Spalier für den engagierten Athleten stand, sei "einfach spitze" gewesen. Aber auch Altenburg habe ihn und sein Team sehr freundlich empfangen. "Eine sehr schöne Stadt, die zu einem Bummel einlädt."

Dafür blieb aber kaum Zeit: Gestern Vormittag machten sich der 51-Jährige sowie seine zweiköpfige Betreuercrew auf den Weg nach Bad Lausick. Eine vergleichsweise kurze Distanz mit nur knapp 40 Kilometern.

Heute hat Paul Menges mal einen Ruhetag. "Da freue ich mich schon drauf." Aber dann geht er wieder - meist abseits von öffentlichen Straßen, nur auf Rad- und Wanderwegen - auf seine Tour gen Norden. "Am 25. Juli gegen 16 Uhr wollen wir am Brandenburger Tor ankommen. Wir haben sogar die Genehmigung erhalten, ein Finish durchzuführen", sagt der 51-Jährige. Und dann will Menges der Schirmherrin der Kinder-Herzstiftung, Barbara Genscher, einen hoffentlich stattlichen Geldbetrag übergeben. Und viele mit seinem Anliegen erreicht haben.

Jörg Wolf

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