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Altenburg Sprungbrett im Altenburger Südbad abgerissen – ein Verletzter
Region Altenburg Sprungbrett im Altenburger Südbad abgerissen – ein Verletzter
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10:06 31.07.2018
Das Drei-Meter-Brett auf der rechten Seite des Sprungturms fehlt nach dem Unfall am 21. Juli. Zur Sicherheit ist diese Seite derzeit noch gesperrt. Quelle: Thomas Haegeler
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Altenburg

Im Altenburger Südbad hat es einen Unfall auf dem Sprungturm gegeben. Wie der Eigentümer, die Energie- und Wasserversorgung Altenburg (Ewa), am Montag mitteilte, riss bereits am 21. Juli eines der beiden Drei-Meter-Bretter ab. Dabei verletzte sich ein Badegast leicht. „Aufgrund eines defekten Lagers löste sich – trotz engmaschiger Routinekontrollen – das Sprungbrett“, erklärte die Ewa. „Nach heutigem Stand geht es dem Besucher aber wieder gut.“

Fußballer wollten entspannen

Damit bestätigte das kommunale Unternehmen einen Medienbericht vom Wochenende. Nach LVZ-Informationen handelt es sich bei dem Verletzten um einen Fußballer des FC Altenburg. Laut Verein befanden sich zwölf Spieler der 1. Männermannschaft mit ihrem Trainer Peter Köster am Vormittag des 21. Juli im Rahmen ihres Trainingslagers im Freibad. Neben Entspannung und Abkühlung sollte ihr Ausflug vor den Spielen des eigenen Sommerturniers auch eine teambildende Maßnahme sein.

Glück im Unglück

Doch es kam anders. Als ein Spieler an jenem Sonnabend kurz vor 10.45 Uhr vom Drei-Meter-Brett springen wollte, riss dieses aus heiterem Himmel ab und stürzte – wie auch der Kreisoberliga-Kicker – unvermittelt ins Wasser. Zum Glück befanden sich nur wenige andere Badegäste im Becken, so dass niemand getroffen wurde. Weniger Fortune hatte der Teamkollege des Springers, der am Ende des Brettes stand und wartete. Als das Sprungbrett den Abgang machte, versuchte er zwar noch auszuweichen, schaffte es aber nicht mehr ganz und zog sich eine leichte Prellung zu. Weil er kreidebleich war, rief Coach Köster den Rettungsdienst, der den Fußballer sicherheitshalber ins Krankenhaus brachte. Nach einer Stunde wurde er aber bereits entlassen.

Kicker gewinnen Turnier trotz Vorfall – Ewa entschuldigt sich

„Als ich ihn abgeholt habe, hatte er wieder Farbe im Gesicht“, sagte FCA-Trainer Köster. „Alles ist glimpflich ausgegangen, da war mehr der Schreck in den Gliedern.“ Den schüttelte der FCA aber schnell ab und gewann das Vorbereitungsturnier. Man habe sich gesagt, für den verletzten Teamkollegen zu spielen, erklärte Köster die Motivation des Kreisoberligisten. Positiv erwähnte der Trainer, dass sich sowohl der Bademeister als auch Ewa-Bäder-Chef Andreas Behnke für den Vorfall entschuldigt und sich nach dem Zustand des verletzten Spielers erkundigt hätten.

Betreiber will Endlager aller Bretter tauschen

Bei der Ewa gab man sich am Montag relativ wortkarg. Außer der neunzeiligen Erklärung, die über den Unfall informiert und darüber, dass derzeit „ein 3-Meter-Sprungbrett nicht genutzt werden“ kann, heißt es dort: „Da dieser Defekt nicht offensichtlich war, werden vorsorglich die Endlager aller Sprungbretter umgehend ausgetauscht und zusätzlich ein weiterer Sicherheitsmechanismus angebracht. Diese Arbeiten werden von einem ortsansässigen Unternehmen ausgeführt.“

Ewa bleibt Antworten schuldig

Für Nachfragen war Ewa-Geschäftsführerin Andrea Schappmann am Montag nicht erreichbar. Stattdessen verwies eine Mitarbeiterin auf die Presseerklärung. Nachfragen zum Sachschaden, zum Kontrollturnus, zum Zeithorizont des Einbaus der neuen Teile, warum man erst informierte und ob man den Vorfall verschwiegen hätte, wenn nicht darüber berichtet worden wäre, ließ die Ewa bis Redaktionsschluss unbeantwortet.

Von Thomas Haegeler

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