Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Ein Rauschebart lädt zum Verweilen ein
Region Altenburg Ein Rauschebart lädt zum Verweilen ein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:32 11.05.2018
Dietmar Dreißig wirbt als markantes Fotomodell für seine Heimat. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Wer Dietmar Dreißig begegnet, vergisst ihn nie. Denn der 64-jährige Ur-Altenburger ist mit seinem markanten grauen Vollbart nicht zu übersehen. Noch dazu, wo der gelernte und studierte ehemalige Chemiearbeiter ein ausgemachtes Faible für die Laienschauspielerei hat und als Statist bei diversen Theater- und Filmproduktionen wie „Das Mädchen und der Tod“ mit Dieter Hallervorden sowie als fester Mitspieler bei den Prinzenräubern und der Mitspielerakademie mitmachte.

Nach Schauspielstatist jetzt auch Fotomodell

Neuerdings ist er auch noch als Fotomodel unterwegs. Dreißigs unverwechselbares Konterfei ziert die aktuelle Werbeoffensive des Altenburger Schlosses. Wer aus Richtung Ronneburg gen Altenburg fährt, den grüßt schon aus der Ferne unübersehbar der weiße Rauschebart – mit einem Feldstecher bewaffnet in einem der Prunkräume der Schlosses. Ja, das zieht schon regelrecht rein ins Thema und macht Appetit auf mehr: Der spähende Dreißig ziert auch die aktuellen Veranstaltungsflyer vom Schloss- und Spielkartenmuseum.

Und wie lebt es sich mit so einer großen Bekanntheit? „Ehrlich gesagt, ist mir das ziemlich egal. Auch meine Frau geht damit völlig entspannt um. Als wir kürzlich an dem Großaufsteller mit meinem Konterfeit vorbei gefahren sind, hat sie das gar nicht richtig mitbekommen. Erst, als ich ihr sagte, ob sie gesehen hätte, dass ich sie als Werbebotschaft angepeilt habe, hat sie das richtig mitbekommen“, lacht Dreißig.

Markantes Äußeres als Model-Merkmal

Rund eine Stunde habe im vergangenen Jahr das Fotoshooting mit ihm gedauert. „Hinzu kamen weitere Treffen, wo verschiedene Mitglieder aus unserer Mitspielerakademie die unterschiedlichsten Situationen nachstellen sollten. Das war schon recht lustig“, erinnert sich der 64-Jährige.

Dieses Faible für das Spielen und das Darstellen sowie sein unverwechselbares wie markantes Äußeres mit dem Rauschebart machen aus Dreißig so ein interessantes Model. „Bartträger war ich eigentlich schon immer mit Ausnahme der Armeezeit, wo sowas ja verboten war. Und den Vollbart habe ich seit meiner Hochzeit 1977. Und seitdem darf da auch nur meine Frau ran. Zum Stutzen übrigens“, erzählt der Hobbymime aus Passion.

Bart für Weihnachtsmannrolle noch länger

Nur in der Weihnachtszeit darf der Volle noch ein gutes Stückchen länger sein. Denn dann gibt Dietmar Dreißig auf einer Kinderstation der Uniklinik Leipzig seit einigen Jahren den Weihnachtsmann für die kleinen Patienten. „Meine Tochter arbeitet dort. So kam der Kontakt zustande. Und ich mache das gern.“ Wie übrigens auch bei den eigenen Enkeln, neun und drei Jahre jung. „Da muss ich mich natürlich besonders gut verkleiden. Sogar mit künstlichem Bart. Aber bislang haben sie mich wirklich noch nicht erkannt. Bei dem Respekt, den selbst der Große vor mir hatte“, lacht er. Den Opa als Fotomodell gesehen haben die Enkel übrigens noch nicht. „Beide wohnen ja nicht hier.“

Aber keineswegs nur vor der Kamera setzte sich Dreißig in Szene. Am Landestheater hat er schon als Statist beim Zigeunerbaron und in anderen Stücken mitgewirkt. „Als ich arbeitslos geworden war, gaben mir solche Engagements Abwechslung.“ So kam er auch zum Prinzenraub, der in großem Stil von 2005 bis 2011 auf dem Schloss bei Festspielen aufgeführt wurde. Und seit 2012 gehört er zum Darstellerkreis der kleinen Festspiele, die der Förderverein Prinzenraubfestspiele seither alljährlich durchführt. Vom Ritter Kunz bis hin zum Herzog – alles hat Dietmar Dreißig dort schon gespielt.

Von Jörg Wolf

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zum Tag der offenen Tür hatte die Bonhoeffer-Schule Altenburg am Sonnabend eingeladen – und viele interessierte Besucher kamen. An etlichen Stationen in der Regelschule und auch draußen gab es einiges zu entdecken.

07.05.2018
Altenburg Auszeichnung und Dankeschön - Landtag ehrt Göhrener Feuerwehrmann

Premiere für den Tag der Helferinnen und Helfer in Thüringen: Rund hundert Feuerwehrleute sowie Mitglieder von Hilfsorganisationen, Rettungsdiensten und THW waren am Freitag in den Landtag eingeladen, um ihnen – stellvertretend für all die anderen – für ihre Einsatzbereitschaft zu danken. Darunter war auch René Hartmann aus Göhren.

07.05.2018

Nachdem der Freistaat Thüringen ein neues Kita-Gesetz beschlossen hat, in dem unter anderem geregelt wird, dass das letzte Jahr vor der Einschulung beitragsfrei ist, müssen die kommunalen Satzungen und Kostenkalkulationen erneuert werden. Dabei zeigt sich in Rositz: Die Kosten für Eltern steigen für die nicht beitragsfreien Jahre um bis zu 30 Euro im Monat.

10.05.2018