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Ein Sportnarr und drei Jubiläen: Rainer Grille feiert 70. Geburtstag

Ein Sportnarr und drei Jubiläen: Rainer Grille feiert 70. Geburtstag

Groß war die Gratulantenschar, die dem Altenburger Sportnarr Rainer Grille am vergangenen Sonntag zum 70. Geburtstag gratulierte. Vertreter des Thüringer Fußballverbandes (TFV), des Kreisfußball-Ausschusses (KFA) Ost-thüringen, des Kreissportbundes, ehemalige und aktuelle Mitstreiter und natürlich die Familien-Bande gaben sich die Klinke in die Hand, um dem Jubilar Glückwünsche auszusprechen und für sein Engagement zum Wohle des regionalen Sports zu danken.

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Die einstige DDR-Zeitfahr-Meisterin und heutige Radsport-Trainerin Karin Rexin gratuliert ihrem ehemaligen Coach Rainer Grille zum 70. Geburtstag.

Quelle: Wolfgang Wukasch

Altenburg. Groß war die Gratulantenschar, die dem Altenburger Sportnarr Rainer Grille am vergangenen Sonntag zum 70. Geburtstag gratulierte. Vertreter des Thüringer Fußballverbandes (TFV), des Kreisfußball-Ausschusses (KFA) Ost-thüringen, des Kreissportbundes, ehemalige und aktuelle Mitstreiter und natürlich die Familien-Bande gaben sich die Klinke in die Hand, um dem Jubilar Glückwünsche auszusprechen und für sein Engagement zum Wohle des regionalen Sports zu danken.

 

Dabei kann der Altenburger in diesem Jahr gleich drei Jubiläen feiern, die "magische 70" aber steckte Rainer Grille ohne Kommentar selbst nicht weg: "Mann oh Mann, man kommt nun wirklich in die Jahre." Sein Puls schlug dabei sichtlich höher. Über die Eintrittskarten für ein Fußball-Länderspiel der Nationalmannschaft, die TFV-Vorstandsmitglied Manfred Lindenberg überreichte, freute sich Grille natürlich besonders. Über die Ehrung durch den Landessportbund (LSB) aber nicht minder: KSB-Geschäftsführer Horst Gerth überreichte die LSB-Ehrenurkunde.

Jubiläum zwei liegt auch schon eine Weile zurück: Vor gut 60 Jahren begann der sportliche Werdegang des gebürtigen Skatstädters. Zunächst als Turner bei der BSG Motor Altenburg, ehe den jetzt 70-Jährigen der Radsport faszinierte. "Diese Sportart ließ mich 22 Jahre lang nicht los, als Aktiver wie als Funktionär", erinnert er sich. Stichwort: "Kleine Friedensfahrt". Grille gelang es, Kontakt zum Radsport-Idol seiner Zeit, Gustav-Adolf "Täve" Schur, aufzubauen, "der kurzerhand den Weg in unseren Kreis fand und uns wertvolle Tipps vermittelte".

Als Trainer des hiesigen Radsport-Trainingszentrums im Auftrag des SC DHfK Leipzig gelang ihm nicht nur, mit seinen Aktiven bei Spartakiaden Spitzenplätze und Medaillen zuhauf einzuheimsen, sondern auch sein wohl größter Erfolg. Karin Pritzkat (heute Rexin) gewann als Fahrerin der BSG Aufbau 1971 den DDR-Meistertitel im Bahnradsport (500-Meter-Zeitfahren) und wurde Dritte im Sprint. "Zum Training reisten wir mehrmals in der Woche auf die Bahn nach Gera, was aufgrund der damaligen Bedingungen recht zeitraubend war", sagt Karin Rexin, die ihrem damaligen Trainer ein besonders originelles Geburtstagsgeschenk überreichte, das mit Fotos aus jener erfolgreichen Zeit versehen war.

Sohn Mario sorgte dafür, dass Papa Grille auch zum Fußball fand. "Vater, wir haben keinen Trainer, wie sieht es aus?" - und schwups hatten die Lok-Nachwuchskicker einen. Wismut, später Einheit Altenburg, waren weitere Stationen. Das nötige Rüstzeug zum Übungsleiter, Funktionär, Lehrwart, Talente-Scout und Teamleiter erwarb und erweiterte Rainer Grille regelmäßig bei Lehrgängen.

Eine neue Herausforderung für den Jubilar bedeutete nach der Neuordnung des hiesigen Fußballkreises im Jahr 2002 die Bildung des DFB-Stützpunktes in der Skatstadt. Als einer der Stützpunkttrainer ist er - und das ist Jubiläum Nummer drei - seit zehn Jahren an der Entwicklung des Nachwuchses beteiligt. Neben den Funktionen als Lehrwartassistent im KFA Ostthüringen und D-Junioren-Staffelleiter jagt Rainer Grille selbst noch ab und an im Trikot des FC Concordia Altenburg dem runden Leder nach. "Aber etwas beschaulicher, man kommt schließlich in die Jahre" bringt es der Jubilar auf den Punkt.

Wolfgang Wukasch

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