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?Ein bisschen Zeit brauchen wir noch?

?Ein bisschen Zeit brauchen wir noch?

"Wir sind bemüht, bis Ende nächster Woche die Stadt in einen ordentlichen Zustand zu versetzen", hatte Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (51, SPD) noch vor zwei Wochen optimistisch versprochen.

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Schlossblick mit Dreckecke: An dieser Stelle des Theaterplatzes gilt Parkverbot und damit jederzeit freie Fahrt für die Kehr- fahrzeuge. Trotzdem war der Motorbesen gestern Mittag noch nicht hier. Fotos: Mario Jahn

Quelle: Mario Jahn

Doch daraus wurde nichts, wie verärgerte Bürger auch gestern noch feststellen mussten.

 

Nicht nur die nach jedem Winter auftauchenden Dreckecken sind noch überall zu finden, selbst auf Hauptstraßen liegen weiterhin massenhaft Splitt, Kippen und Abfall. Und selbst in Wohnvierteln, die laut veröffentlichter Straßenreinigungstabelle schon dran waren mit dem Kehren, sind die Straßenränder weiter verdreckt. Weil dort Autos im Wege standen, um die die Kehrmaschinen herumkurven mussten. Die sonst üblichen Schilder mit einem zeitweiligen Halteverbot waren diesmal nicht aufgestellt worden.

 

"Vereinzelt Nachkehrungen notwendig" hatte deshalb die Stadtverwaltung schon am Freitag eine Pressemitteilung überschrieben. "Die Stadtverwaltung ist bereits seit Anfang des Jahres und verstärkt mit Beginn der Kehrung in engem Kontakt mit dem Reinigungsunternehmen, um eine schnellstmögliche Beseitigung der über die Wintermonate angefallenen Verschmutzungen zu erreichen", so die Presseinformation. In einer Auswertung mit der seit Jahresbeginn zuständigen Firma Städtereinigung Tappe seien auch Beschwerden und Hinweise von Bürgern zur Sprache gekommen.

 

Bei diesen Gesprächen habe sich herausgestellt, dass aufgrund von technischen Schwierigkeiten das Reinigungsergebnis bisher leider nicht überall zufriedenstellend war. So habe es ein Problem mit der großen Kehrmaschine gegeben, die nicht gleichmäßig kehrte. "Außerdem fielen zwei kleine Kehrmaschinen wegen technischer Defekte aus. Das hatte zur Folge, dass einige Straßen nicht turnusmäßig, also entsprechend des veröffentlichen Tourenplanes, gereinigt werden konnten", heißt es in der Pressemitteilung des Rathauses weiter. Die Maschinen sollten ausgetauscht beziehungsweise repariert werden und ab dieser Woche wieder im Einsatz sein. Zusätzlich zu der turnusgemäßen Reinigung werde das Vertragsunternehmen entsprechende Nachkehrungen durchführen. Auch seien jetzt in einigen Straßen, zumeist an Hauptstrecken, Halteverbotsschilder aufgestellt worden, um das Kehren zu erleichtern.

 

Hier scheint allerdings auch ein hausgemachtes Problem zu liegen. Einerseits waren Hauptstraßen wie beispielsweise der Theaterplatz auch gestern Mittag noch unsauber, obwohl hier ein ständiges Parkverbot gilt und kein Auto der Kehrmaschine im Wege steht. Andererseits wurde in Wohngebieten wie dem Dichterviertel diesmal keine zeitweiligen Halteverbotsschilder aufgestellt. Die Straßen waren folglich zugeparkt, die Kehrmaschine kam nicht an die Straßenränder, der Dreck blieb liegen. Nächster Versuch laut Plan in der zweiten Maiwoche.

 

Wie Frank Leistner von der Zwickauer Tappe-Niederlassung gegenüber der OVZ sagte, sei man auf dieses spezielle Problem seitens der Stadtverwaltung nicht hingewiesen worden, jedenfalls nicht fürs Dichterviertel. "Wir müssen die Schilder ja selbst stellen und haben keine Erfahrungen, wo es nötig ist und wo es bisher schon praktiziert wurde." Auch der in Altenburg vorgegebene Kehr-Rhythmus für die Straßen sei ungünstiger als in Zwickau.

 

Dennoch ist auch Leistner optimistisch, dass der Dreck demnächst weg ist. "Aber ein bisschen Zeit brauchen wir noch."

Günter Neumann

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