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Ein guter Test - nicht mehr und nicht weniger

Ein guter Test - nicht mehr und nicht weniger

Sowohl Lok-Trainer Heiko Scholz als auch der Meuselwitzer Coach Heiko Weber erhofften sich einiges von diesem abendlichem Test. "Für uns ist das Spiel der finale Test vor unserem Saisonauftakt in der Oberliga", sagte Heiko Scholz.

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Tor für den ZFC! Allrounder Manuel Starke verwandelte vor 580 Zuschauern in der 53. Minute per Kopf zum 2:0. Die Lok-Spieler können bei dieser entschlossen vorgetragenen Aktion nur noch zuschauen.

Quelle: Jens Paul Taubert

Sein Kollege und Namensvetter Weber sprach vor dem Anpfiff von Schiedsrichter Stefan Prager aus Gera "von einem weiteren Schritt in Richtung Teambildung und die beste Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen".

 

Auf dem Rasen ging es sehr zur Freude der immerhin 580 Zuschauer auch gleich ordentlich zur Sache. In einer sofort auf sehr hohem Niveau stehenden Partie hatten zu Beginn erst die Leipziger die besseren Chancen. Beispielsweise in der neunten Minute, als Neuzugang Hiromu Watahiki der Ball aus aussichtsreicher Position über den Scheitel rutschte oder Faton Ademi einen wuchtigen Kopfball an den Pfosten setzte. Doch nach dieser Anfangsoffensive bekam der ZFC die Partie besser in den Griff und war die folgende halbe Stunde optisch die überlegene Mannschaft. Endlich waren da wieder die Grundtugenden zu sehen, die einst diesen ZFC so stark machten: Physis und Kampfgeist. Das blieb natürlich nicht ohne Chancen für die Hausherren. Pierre Le Beau tauchte beispielsweise kreuzgefährlich vor Lok-Keeper Julian Latendresse-Levesque auf, vergab aber per Kopf, wie kurze Zeit später Watahiki einen Vorstoß von Dawid Krieger in letzter Sekunde klären konnte. Positive Akzente setzte auf der ZFC-Seite auch Andy Trübenbach. Allerdings blieb es in dieser sehr unterhaltsamen Partie bis zur Pause torlos 0:0.

 

Was sich aber gleich nach dem erneuten Anpfiff aus ZFC-Sicht ändern sollte: In der 46. Minute schlug ein Flachschuss von René Weinert aus acht Metern halbhoch im Lok-Gehäuse zum 1:0 ein. Das 2:0 folgte schon wenig später: In der 53. Minute konnte Manuel Starke per Kopf eine Ecke von Lucas Altenstraßer verwerten.

 

Und Lok? Die blieb trotzdem immer unter Dampf und machte ebensolchen. Andy Wendschuch erspielte sich schon wie in der ersten Halbzeit einige gute Gelegenheiten. Aber statt dem Anschluss für Lok fiel dann das 3:0 für den ZFC und damit das wohl schönste Tor des gesamten Spiels. Sebastian Weiske wurde in der 74. Minute an der Leipziger Strafraumgrenze zwar von Gegenspielern bedrängt. Aber mit einer unglaublichen Übersicht und Blick für den gegnerischen Torwart gelang ihm von der Strafraumgrenze ein Lupfer über den Keeper zum Endstand. Aber die Blau-Gelben gaben nicht auf. Im Gegenteil: Durch Djamal Ziane hatten sie im Anschluss noch zwei dicke Chancen, die aber der am Dienstag sichere Keeper Andreas Naumann wegpflückte.

 

"Das war schon ein gelungener Test", meinte Heiko Weber. Sonntag kommt mit dem FSV Zwickau der bislang verlustpunktfreie Spitzenreiter in die Bluechip-Arena (Anpfiff 13.30 Uhr), der zudem schon acht Tore erzielt hat, aber noch keines kassieren musste.

 

"Carsten Sträßer und Andreas Luck sind wieder voll einsatzfähig und können am Sonntag auflaufen", sagte Weber nach der Partie mit verhaltenem Optimismus mit dem Blick auf Sonntag. Natürlich misst er den beiden Siegen nicht übermäßiges Gewicht bei. "Aber so, wie sich die jungen Spieler ins Zeug legen und das Team zusammenwächst, denke ich, dass wir hier eine feine Mannschaft bekommen."

Jörg Wolf

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