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Altenburg Einbruchshemmende Fenster und Türen aus Rositz
Region Altenburg Einbruchshemmende Fenster und Türen aus Rositz
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00:17 29.10.2016
Prüfender Blick und sichere Hand: Simone Lindner montiert Beschläge an Fenster in der Firma Pax Rositz. Quelle: Fotos (2): Jens Paul Taubert
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Rositz

Die Zahl der Einbruchsdiebstähle ist unverändert hoch. In Thüringen etwa wurden 2015 insgesamt 2517 Diebstähle aus Wohnungen registriert. Nicht selten wird es den Verbrechern aber auch allzu leicht gemacht. Einfache Türen oder Fenster stellen für geübte Langfinger keine Hürde dar. Anders sieht es aus, wenn einbruchshemmende Fenster und Türen installiert wurden. Diese lassen sich nicht beziehungsweise nur mit viel Aufwand knacken. Produziert wird diese Sicherheit fürs eigene Zuhause unter anderem in Rositz bei der Firma Pax.

„Wir sind in diesem Bereich der Marktführer“, erklärt Peter Geißler, Werkleiter in der hiesigen Niederlassung. Seit Anfang der 90er-Jahre produziert die Tochtergesellschaft der Pax Aktiengesellschaft in den denkmalgeschützten Backsteinbauten der früheren Rositzer Zuckerfabrik. Im Pax-Unternehmensverband, zu dem auch Standorte in Bad Lausick, Löbnitz, Vestenbergsgreuth und Hermeskeil gehören, ist das Werk im Altenburger Land das größte. „Wir sind im Konzern zudem der einzige Standort, an dem Haustüren gefertigt werden“, so Geißler.

Sicherheitsglas, zahlreiche und spezielle Riegel sowie ein besonderer Rahmen machen die Produkte aus Rositz so sicher, dass sie zertifiziert sind und von der Polizei den Eigenheimbesitzern auch zum Tag des Einbruchschutzes empfohlen werden, der am 30. Oktober begangen wird. Das spezifische Fensterprofil, dessen Innenleben so konstruiert ist, dass es von außen nicht aufgehebelt werden kann, wurde in Rositz entwickelt und gehört seit etwa anderthalb Jahren zu den Verkaufsschlagern der Firma. „Die Nachfrage ist enorm. Seit etwa zwei Jahren wachsen wir kontinuierlich. In Rositz sogar im zweistelligen Prozentbereich“, sagt Geißler im OVZ-Gespräch.

Wie der Niederlassungschef weiter ausführt, seien auch 26 neue Mitarbeiter eingestellt worden. Was im Übrigen recht einfach gelungen sei. Geißler meint, die guten Rahmenbedingungen sowie die Tatsache, dass Fensterbauer kein Lehrberuf ist und somit alle Angestellten angelernt werden müssen, seien die Gründe, warum seine Firma zumindest noch nicht mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen hat. Inzwischen zählt die Belegschaft in Rositz über 150 Mitarbeiter. Diese erwirtschaften einen Umsatz im niedrigen zweistelligen Millionenbereich, informiert Geißler.

Der Werkleiter ist durchaus stolz auf die vergleichsweise große Zahl von Mitarbeitern in der Produktion. Denn für ihn ist das gewissermaßen ein Beleg für die Qualität der Fenster und Türen aus dem Haus Pax. „Wir haben nichts mit Massenproduktion zu tun, deshalb sieht man bei uns auch noch Leute in den Hallen.“ Zum Teil in Handarbeit bauen sie Hunderte Fenster und Türen pro Jahr. Jedes einzelne Stück davon ist eine Auftragsarbeit. „Jedes Fenster, jede Tür wird bei uns individuell hergestellt.“ Natürlich sind die einbruchshemmenden Artikel nur ein Teil der Produktpalette von Kunststoff- oder Holzfenstern und -türen.

„Ganz neu im Sortiment sind Rahmen mit einer äußeren Aluminium-Verblendung“, erklärt Geißler und zeigt ein Kunststoff-Alu-Blend-Fenster. Der Vorteil der äußeren Alu-Verkleidung ist, dass sie in jeder erdenklichen Farbe gestaltet werden kann. Und es kann raumspezifisch das Basismaterial verändert werden. Also etwa schicke Holzrahmen für die Stube und wasserresistente Plastik fürs Waschhaus. Derweil sehen von außen aber alle exakt gleich aus. Bereits im ersten Jahr hätte diese Produktfamilie einen Umsatz von weit über einer Million Euro erwirtschaftet.

Die wachsende Nachfrage der Kunden zwinge jetzt das Unternehmen zu weiteren Investitionen, kündigt der Werkleiter an. So werde dieser Tage die Flotte der eigenen Spedition um vier zusätzliche Lastkraftwagen inklusive dazugehörigen Verlade-Gabelstaplern erweitert. „Ansonsten ist die Herausforderung für die kommende Zeit, unsere Produktion in den Hallen zu steigern.“ Was nicht ganz einfach werden wird, weil an das aufwendig sanierte Industriegebäude, wofür es in den 90er auch den Denkmalpreis des Freistaates gab, nicht einfach ein Stück angebaut werden kann.

Von Jörg Reuter

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