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Einbruchsserie im grünen Idyll

Einbruchsserie im grünen Idyll

Bei den Mitarbeitern des Botanischen Erlebnisgartens in Altenburg schwingt derzeit bei ihrer Arbeit immer ein ungutes Gefühl mit. Denn Einbrecher und Diebe suchen die grüne Oase an der Zillestraße derzeit immer wieder heim.

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Quelle: Mario Jahn

Bereits fünfmal wurde die beliebte Einrichtung in diesem Jahr von Unbekannten heimgesucht: Dreimal wurde in das denkmalgeschützte Gartenhaus eingebrochen, zweimal die Spendenkasse an Eingang geknackt und geleert.

 

Erst am Mittwoch schlugen die dreisten Diebe wieder zu und leerten die Spendenbox. Beute: Keine vier Euro. Für den Chef des für den Garten zuständigen Fördervereines, Wolfgang Preuß, ist vor allem die Herangehensweise im jüngsten Fall besonders perfide: "Die kamen doch am helllichten Tag, als im Garten Betrieb war. Scheinbar schrecken die vor nichts mehr zurück", sagt er empört. Allerdings hat diese Dreistigkeit Folgen: Die beiden Täter wurden gesehen und sind namentlich bekannt. Zwei Altenburger, 29 und 30 Jahre alt, sind nun im Visier der Polizei. "Beide sind schon polizeibekannt", sagt Frank Hummel von der Polizeiinspektion.

 

Im Förderverein sowie der Belegschaft des Botanischen Gartens ist diese Einbruchsserie inzwischen Gesprächsthema Nummer eins. "Keiner kann verstehen, wie Unbekannte für Kleinigkeiten an Beute viel mühsam Erarbeitetes zerstören", sagt Preuß. Denn in fast jedem der vier anderen Fälle übersteigt der durch unbekannte Täter angerichtete Schaden den Wert der Beute um ein Vielfaches. Einmal verschwanden aus dem Gartenhaus zwei Flaschen Sekt im Wert von nicht einmal acht Euro. Aber die Einbrecher hinterließen einen Gesamtschaden von rund 450 Euro. Und ein anderes Mal fehlte überhaupt nichts, musste aber ein Schaden von ebenfalls mehreren hundert Euro registriert werden. "Solche Heimsuchungen können einen ohnehin mit wenig Geldern wirtschaftenden Förderverein ganz schnell in die Bredouille bringen. Auch Sponsoren könnten uns wegbrechen, wenn die merken, dass ihr persönliches Engagement immer wieder so sinnlos zerstört wird", sagt der Vereinschef. Aber große Sicherungsvorkehrungen, wie beispielsweise vergitterte Fenster oder mit weiteren Scharnieren gesicherte Türen, sind am Gartenhaus nicht möglich. Immerhin steht das Gebäude aus den 1930er-Jahren unter Denkmalschutz und darf deshalb in seiner Form nicht verändert werden.

 

Preuß sucht nun den Schulterschluss mit der örtlichen Polizei. "Wir werden mit ihr reden und sehen, was noch verbessert werden kann, aber auch aufzeigen, wo unsere Grenzen als Verein liegen."

 

Bei Altenburgs Polizeichef Andreas Pöhler rennt Preuß offene Türen ein: "Natürlich werden wir uns mit dem Verein zusammensetzen. Für solche Gespräche sind wir auch immer offen. Und der Botanische Garten genießt auch bei unseren Streifenwagenbesatzungen eine hohe Priorität", versichert der Polizeichef.

Jörg Wolf

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