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Eine Gemeinde wird Energiedorf -Bis zu 50 Hektar sollen in Nobitz für Solarkraftwerke bereitgestellt werden

Eine Gemeinde wird Energiedorf -Bis zu 50 Hektar sollen in Nobitz für Solarkraftwerke bereitgestellt werden

Die Gemeinde Nobitz ist auf dem Weg zum Energiedorf. Schon jetzt werden zwei Biogaswerke und zahlreiche Dachsolaranlagen in der Gemeinde betrieben.

Nobitz.

 

 

 

 

Von Jörg Reuter

Die Kürzung der Einspeiseprämie für Solarstrom hat in den vergangenen Wochen die gesamte Branche aufgemischt. Zahlreiche Pleiten, zuletzt stellte Q-Cells am Dienstag einen Insolvenzantrag, waren die Folge. Das Ende der Stromerzeugung aus dem Licht der Sonne ist damit aber noch nicht eingeläutet. Zumindest gibt es dafür im Altenburger Land momentan keine Anhaltspunkte. Im Gegenteil. Ein Solarpark nach dem anderen wird errichtet. Erst kürzlich wurde der Baustart für eine 20 Hektar große Anlage in Starkenberg vollzogen (OVZ berichtet). In einer reichlichen Woche am übernächsten Montag, lädt dann die Gemeinde Nobitz zusammen mit dem Investor, den Pfalzwerken, zum symbolischen ersten Spatenstich für das erste auf dem Flugplatz Nobitz zu bauende Fotovoltaikkraftwerk.

Die Vorarbeiten seien aber von den Veränderungen um die Einspeisevergütung beeinflusst. "Wir haben drei Gemeinderatssitzungen in vier Wochen durchgeführt, um fünf Bebauungspläne und einen Flächennutzungsplan gleichzeitig bearbeiten zu können", beschreibt Läbe die Auswirkungen. Ziel war es, wenigstens für ein Projekt zeitnah Baurecht zu schaffen, damit der Investor bis zum Stichtag am 1. Juli mit dem Kraftwerk ans Netz gehen kann. Denn wird der Termin gehalten, kann der Strom noch zu den alten, relativ hoch subventionierten Preisen verkauft werden.

"Das Areal nord-westlich der Landebahn ist der erste Bauabschnitt. Das Planungsverfahren für die anderen Flächen auf denen zukünftig Solarmodule installiert werden sollen, ist noch nicht abgeschlossen", so Läbe. Eigentlich sei angedacht gewesen, auf allen Flächen, die für Sonnenkraftwerke auf dem Flugplatzes vorgesehen sind, zeitgleich Baurecht zuschaffen. Dies wurde jedoch verworfen, als die Kürzung der Einspeisevergütung auf den Tisch kam. Wie der Bürgermeister erklärt, werde dennoch intensiv an den restlichen baurechtlichen Voraussetzungen gearbeitet. "Denn die Einnahmen fließen in die Finanzierung des Flugplatzes. Der muss so schnell es geht auf eigenen Beinen stehen. Wir als Gemeinde können uns dessen Erhalt nicht mehr lange leisten und der Kreis auch nicht", betont Läbe.

Auch deshalb möchte er gern ein weiteres Areal neben der Landebahn aus dem Luftverkehrsrecht ausgliedern und für Solarmodule bereithalten. "So könnten noch einmal rund zehn Hektar dazukommen. Nobitz hätte dann 50 Hektar Solarkraftwerksfläche ohne Dachanlagen", rechnet Läbe vor. Indes ist das einige Zeit offene Problem des Abtransportes des Strom geklärt. Die Pfaltzwerke werden auf eigene Kosten eine Leitung vom Flugplatz zum Umspannwerk Altenburg verlegen.

Nahezu abgeschlossen sind auch die Vorbereitungen der Flächen. In den vergangenen Wochen wurden dafür auf dem Flugplatz alte Shelter abgerissen und Bäume gerodet.

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