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Eine Heimat für Jung und Alt: AWO eröffnet „Haus der Generationen“ in Altenburg

Senioren-WGs und Kita Eine Heimat für Jung und Alt: AWO eröffnet „Haus der Generationen“ in Altenburg

Zwei Senioren-WGs teilen sich die neue Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt mit der Kindertagesstätte „Zwergenland“. Am Freitag wurde das Haus, in dem Jung und Alt künftig Seite an Seite leben sollen, feierlich eröffnet.

Außen unscheinbar, innen lebenswert: Das „Haus der Generationen“ in der Barlachstraße.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Die Kluft zwischen Alt und Jung werde immer größer – so zumindest die Behauptung, die man immer wieder liest und hört. Dass es auch anders geht, zeigt das neue „Haus der Generationen“ der Arbeiterwohlfahrt (AWO), welches am Freitag in der Altenburger Barlachstraße 26 feierlich eröffnet wurde.

Auf drei Etagen werden hier zukünftig Senioren leben – Seite an Seite mit der Kindertagesstätte „Zwergenland“. Die Zwergenländler sorgten mit mehreren Liedern auch sogleich für das Unterhaltungsprogramm der Veranstaltung. Als Belohnung dafür gab es von Michael Hack, Geschäftsführer der Alten-, Jugend- und Sozialhilfe der AWO, CDs mit Kinderliedern.

„Das Haus der Generationen ist ein ganz besonderes Projekt, das nun zwar abgeschlossen ist, aber erst jetzt richtig beginnt“, verkündete Hack anschließend vor der versammelten Menge. Darunter waren nicht nur die ersten Bewohner des Hauses sowie das Pflege- und Kitapersonal – auch Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD), die Landtagsabgeordneten Ute Lukasch (Linke) und Christoph Zippel (CDU), die zuständigen Architekten vom Büro Hartung & Ludwig in Weimar und viele weitere, die an der Realisierung des Projektes mitwirkten, waren anwesend.

Und das Ergebnis ist beeindruckend: Aus dem ehemaligen Plattenbau inmitten der Siedlung im Altenburger Norden ist ein hochmodernes Gebäude entstanden. Äußerlich eher unauffällig, im Inneren zugleich geräumig als auch gemütlich und dank vieler Fenster zudem sehr hell und freundlich. „Die aktuellen Mieter sind bisher sehr zufrieden“, bekräftigt Sandra Schneider, Leiterin der Einrichtung. Man glaubt es ihr.

Zugegeben: Die Zahl derer, die hier schon leben, hält sich noch in Grenzen. Drei Plätze sind derzeit besetzt, in den beiden Senioren-WGs, die Platz für insgesamt 20 Bewohner bieten, sind noch 17 Plätze frei. Hinzu kommen drei Wohnungen zwischen 43 und 70 Quadratmetern, allesamt ausgestattet mit großen Balkonen, die ebenfalls leer stehen. Die Flure wirken deswegen noch ein wenig steril - das wird sich jedoch ändern, sobald sich die neuen Bewohner eingelebt haben.

Sieben Mitarbeiter vom ambulanten Pflegedienst werden die Senioren künftig rund um die Uhr betreuen. Das „Haus der Generationen“ eignet sich speziell für Menschen mit einer dementiellen Erkrankung im Anfangsstadium, denn nicht nur können die Senioren in den Gemeinschaftsräumen soziale Kontakte aufbauen und pflegen – auch die Gegenwart der Kleinen aus der Kindertagesstätte, für die im Hinterhof zahlreiche Spielegeräte bereit stehen, wird den Älteren zugute kommen. „Es soll regelmäßig kleinere gemeinsame Projekte zwischen den Senioren und den Kindern geben. Dass wir in den kommenden Wochen zusammen Weihnachtskekse backen, ist schon beschlossene Sache“, so Sandra Schneider. Die Einrichtungsleiterin wirkt mehr als zuversichtlich.

Zufriedene Worte äußerte auch Michael Hack: Es sei wichtig, den demografischen Wandel aufzugreifen und progressiv damit umzugehen. Das „Haus der Generationen“ sei ein Projekt, das aus der Überzeugung entstand, dass sich die Pflege an die Bedürfnisse der Patienten anpassen müsse, nicht umgekehrt. Es brauche „differenzierte und passgenaue Angebote“ – und genau die könnten in der Einrichtung umgesetzt werden.

Nach einem Besuch des Hauses ist klar, dass sich die 3,7 Millionen Euro, die die AWO in das Projekt investierte, ausgezahlt haben. Interessenten sind herzlich eingeladen, sich das „Haus der Generationen“ am heutigen Samstag, den 5. November beim Tag der offenen Tür zwischen 10 und 16 Uhr anzusehen.

Von Christian Neffe

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